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Date of registration: Dec 23rd 2006

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1

Sunday, March 4th 2007, 5:47pm

Himmelszelt

Wie ein schwarzes Juwel, zu heilig für Geld,
schmückst Du das Zelt mit Glück
und zahlst in taumelnder Raumwelt
Zeit mit Ewigkeit zurück.
Dein schwelendes Feuer befällt
meinen Geist, lässt ihn wachsweich
schmelzen, fließt an ihm entlang,
bis sich der Himmel nachts erhellt.
In seinem Licht bist Du das Reich,
in dem das Leben Einzug hält,
von heute bis zum Abgesang.


RPK 040307
Sammelsurium: Werkesammlung


resumee

Master

Date of registration: Oct 4th 2005

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Location: NRW

Occupation: Pädagogin

2

Monday, March 5th 2007, 3:44pm

Lieber AE,

eine Lobpreisung an "Deine" Göttin?

heilig
Ewigkeit
das Reich
der Abgesang,

da wird es schon sehr mythologisch.

Ein schwarzes Juwel gibt es mehr als selten, ich kenne nur einen schwarzen Halbedelstein. Das Zelt steht für den geschützten Raum, den das lyrDu mit Glück füllt, und in dem sich die Zeitbegriffe verschieben, man eins wird mit dem Universum.

Das schwelende Feuer ist mir nach den Eingangszeilen nicht klar, denn eigentlich hören die ersten vier Zeilen sich mehr nach einem Großbrand an. Nun gut, aber das lyrIch soll wohl dahin schmelzen,

fließt an ihm entlang

wie kann denn ein schwelendes Feuer, denn das ist ja wohl das Bezugsnomen, an dem wachsweichen Verstand entlang fließen? Vielleicht fehlt mir hier die Fantasie.

Im Himmelslicht ist das lyrDu das Reich (dein Reich komme, dein Wille geschehe?) von nun an bis zum Ende leben will.

Hach, die unendliche, grenzenübregreifende Liebe!

Zu Rhythmik und Reim kann ich nichts sagen, da Dein Gedicht sehr frei gehalten wurde.

Gern gelesen!

resumee
Dies ist wohl der Fels, an dem die Besten scheitern, indem sie aufhören zu lieben, wenn sie beginnen zu erkennen.
Wohl jedem, der Erkenntnis errungen und Liebe bewahrt! (Dante)

Date of registration: Dec 23rd 2006

Posts: 1,181 wcf.user.activityPoints: 6,805

3

Monday, March 5th 2007, 4:12pm

Liebe Bettina,

Lobpreisung weniger als Liebeserklärung, und zwar eine schon pathetische. Aber nicht an eine Göttin, wenn auch das lyrIch das so empfinden mag.

Die Farbe des Juwels drückt in der Tat die Einzigartigkeit des lyrDu aus der Sicht des lyrIch aus, steht aber auch für geheimnisvolle Faszination. Es gibt nicht nur schwarze Halbedelsteine wie den Turmalin und den black Onyx, es gibt durchaus auch schwarze Diamanten. Sie sind schwarz durch Graphiteinschlüsse. Derwohl berühmteste ist der 67,5-karäter der russischen Prinzessin Nadia namens "Black Orlov".

Das mit dem Feuer: Schwelbrand habe ich genommen, weil er langsam entsteht und sich langlebig voranbrennt. Kein Strohfeuer also. Zugleich ist er auch ein bißchen unheimlich und negativ besetzt, auch das "befällt".
Dieses langsame Ausbreiten und Erobern habe ich als "fließen" dargestellt. Hat auch sowas langsames von Lava, aber die habe ich als Alternative verworfen, weil zu steinern und erstarrend, das passt nicht.

Ansonsten trifft Deine Interpretation genau, von Zelt über die helle Nacht bis zum Reich.

Danke Dir

Roland
Sammelsurium: Werkesammlung


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