tach tao,
danke für Deine Textkritik,
1. Wenn du alle worte klein schreibst versteht man zb das enjambement oder wie man das nennt besser: "von rasen der wut"
Ich meine, zum Verstehen oder Herauslesen dieses Doppelbildes ist eine Kleinschreibung zumindest nicht zwingend erforderlich. Aber Bedenkenswert ist der Vorschlag allemal.
2. "am rande des parks" ist zb nur eine örtliche beschreibung ohne mehrdeutigkeit
´
Naaa, nicht ganz. Das soll gerade so sein, in der ersten Verwendung ist es tatsächlich ein bildlicher Ort, aber eben in der zweiten Verwendung, obwohl eine wörtliche Wiederholung, eben plötztlich nicht mehr, sondern Metapher. Diese Übertragung in das lyr.Ich war so beabsichtigt.
3. Wenn das lyr ich Pollen zu Honig machen kann muß es ja eine Biene sein.
Nach eng gesehenen Bildlogikanforderungen ja. Aber zu Deinem Vorschlag: "Allergene" ersetzt nicht " vergiftete", denn der Pollen von Thododendren ist tatsächlich giftig! DAs ist rausgekommen, als sich Leute nach dem Genuss von Alpenrosenhonig (Bergazalee, auch ein Heidekrautgewächs) ein wenig vergiftet haben...
Lol, Du schreibst ja meinen halben Text neu! Naja ich denk mal drübe nach, aber ich möchte das Bild gerne etwas knapper halten als Deine längere Ausgestaltung, die ist mir zu abschweifend. Dennoch klasse, Deine so konkrete Textarbeit.
die immergrüne seele gefällt mir als sei sie herbstzeitlos
Naja, der Rhododendron ist eine immergrüne Pflanze, und hier vollzieht sich eine Parallelisierung und schließlich Verschmelzung mit dem lyrIch statt.
kleines beispiel was realistischer wäre weil das lyr ich wohl keine biene ist:
4. Zikaden saugen aus und zerfressen meines wissen nach weniger. Passt doch auch gut:
"Bis die Zikaden
sie langsam aussaugen"....
Klar, sie saugen, das ist wirklich kaum haltbar mit Zerfressen. Schade, denn ich hätte gerne klanglich zerfressen/Zikaden gehabt, aber an diesem Vorschlag komme ich wirklich nicht vorbei und werde ihn übernehmen. Danke!
Zu deinen Vorschlägen zu den Zikaden gilt dasselbe wie oben: ICh möchte den Text stilistisch bewußt prägnant ohne umfassende Ausarbeitung von Nebensschauplätzen halten. Was da vor sich geht, ist eine Darstellung eines zentrales Lebensgefühls anhand der Übertragung des Rhododendron-im-Park-Bildes auf das lyrIch. Nur diesen einen Strang möchte ich knackig und ohne Umschweife durchziehen. Die Bildintensität gibt auch ohne Beschreibungen und Ausgestalltungen genug Tiefe für gedankliche Ausschmückungen und Assoziationen beim Leser. Ich meine, hier ist weniger mehr.
Danke für die gute Kommentierung
AE