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(vorab: habe die vorherigen kommentare nicht gelesen)
Original von aNFANGENDe
Opal
Ich lösche das Licht
damit ich Dich sehen kann
so wie das Schwarz von den Farben träumt.
gefällt! sehr einfach gehalten aber mit nicht zu unterschätzender wirkung.
Original von aNFANGENDe
Die im Zimmer surrende Mücke
soll mich ruhig stechen
so wie ich blutleer von Röte träume.
"von röte" würde ich durch "vom rot" ersetzen. das bringt die farbe besser auf den punkt. zwar steckt schon etwas vom mückenstich in der "röte", aber dennoch klingt "vom rot" besser, zumal du auch im übrigen text beim farbeigennamen bleibst.
Original von aNFANGENDe
Wäre ich Maler
würde ich Dir ein Blau machen
so wie das Meer vom Himmel träumt.
das ist mir viel zu kitschig. meer und blau sind so ziemlichd as erste was man mit "blau" assoziiert, das ist nicht halb so originell wie das "rot". zwar ist auch das "rot" angesichts des "blutleer" kein riesenwurf, aber mit dem "mückenstich" und v.a. der schwärze des zimmers ergibt das ein stimmiges gesamtbild. das wird durch den himmelmeer-kitsch für mich zerstört.
Original von aNFANGENDe
Hätte ich keine Hoffnung,
wäre dann das Grün
nicht längst vergilbt?
dass "grün die hoffnung" ist, ist genauso abgegriffen wie das "blau" von meer & himmel. diese strophe finde ich am schwächsten. das schöne eingangsbild des zimmers die mücke usw. ist komplett weg - schade drum.
Original von aNFANGENDe
Damit ich nicht erblinde
gehe ich auf die Suche
nach dem Lichtschalter.
An, aus, an, aus, jeden Tag,
Morgen
Abend
wieder
lösche ich das Licht
und sehe Dich
schillern, wie einen
amorphen Opal.
die vorherige form wird aufgelöst, das bild der ersten strophe wird wieder aufgegriffen. "Damit ich nicht erblinde / gehe ich auf die Suche / nach dem Lichtschalter." gefällt mir sehr gut, ein schönes bild. problematisch finde ich die letzten 2 verse. "du schillerst wie ein opal / smaragd / diamant" usw., da sist im grunde genommen beliebig ersetzbar. das liegt auch an der kompositiond es gedichtes: ein opal vereint meiner wissens das farbspektrum grau, braun, rot und gelb in den verschiedensten abstufungen - im gedicht ist aber die rede von schwarz, rot, blau und grün. dadurch werden die farbeigenschaften des edelsteins nicht deutlich genug und er wird auswechselbar. ginge es dir um farben allgemein wäre m.e. auch schwarz, weiß, rot, blau und gelb statt grün sinnvoller, denn rot, blau und gelb sind die komplementärfarben und schwarz und weiß die typischsten aller gegensätze.
also, ich weiß nicht. aus dem gedicht kann man was machen, das bestätigen die ersten beiden strophen und tendnziell auch die letzte. aber in der vorliegenden version überzeugt es mich nicht.
grüße
hZ
RPK 280207[/quote]
neulich dachte ich, mir wären beim kacken die augen geplatzt, dabei hat nur jemand versehentlich das licht ausgeschaltet.