Hallooo,
danke für den Kommentar. Ja, die Dichte der S2 findet sich nicht in gleichem Maße in S2 und S3 wieder. Die "Gute Fahrt" ist die sarkastische Konsequenz aus dem Euphemismus "Personenschaden". Wenn Du die Durchsagen der Deutschen Bahn kennst, wirst Du genau diesen überfreundlichen Ton hören, der genauso überfreundlich die Verspätung bedauert, weil sich irgendein lyrisches Ich vor den Zug geworfen hat, wie sie im nächsten Moment eine angenehme Fahrt wünscht. Die Weit dreht sich weiter, manche bleiben auf der Strecke, die anderen spielen weiter.
Zum Titel: Du darfst ihn nicht einfach wörtlich nehmen, sondern als Metapher. Der Übergang ist hier keiner über Gleise, sondern von vorher und nachher, von Leben zu Tod, von einem gegenwärtigen Menschen zum vergessenen Menschen.
Ich denke noch einmal über die Dichte von S2 und S3 nach, aber ich bin mit nicht ganz sicher, ob nach der Zäsur mit dem Tod des Lyrich und dem euphemistisch-leichtfertigen Sarkasmus danach nicht sogar eine "leichtere" Sprache der Intention und Aussage entspricht.
Danke jedenfalls für die hohen Erwartungen.
AE