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Date of registration: Dec 23rd 2006

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1

Wednesday, February 28th 2007, 12:51pm

Bahnübergang

Bahnübergang

Abfahrt.
Bring mich zur Strecke
über
Hemmschwellen und Haltepunkte
Zug um Zug
aus der Bahn geworfen
bis zum Entgleisen.

Die Ankunft verzögert sich
um 30 Minuten
wegen eines
Personenschadens
erster Klasse.

Der nächste Halt
ist nirgendwo.
Denen, die hier aussteigen
einen angenehmen Aufenthalt;
Den anderen
eine weiterhin
Gute Fahrt.


RPK 280207
Sammelsurium: Werkesammlung


Rune

Professional

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Location: aus einem unbekannten Land.... vor gar nicht allzu langer Zeit

Occupation: Azubi

2

Thursday, March 1st 2007, 12:14pm

Hey, AE!

Auf Grund der Kürze habe ich dein Gedicht gleich mehrmals gelesen. Die erste Strophe spricht mich enorm an, ich bin jedoch der Meinung, dass du zum Ende immer schwächer wirst. Und als letztes die Gute Fahrt zu wünschen, finde ich nicht gelungen. Für mich rundet diese Aussage alles zu einem "Alles ist trotzdem gut" ab. Was natürlich auch von dir beabsichtigt sein könnte...

Desweiteren suche ich immer noch den Bahnübergang. Der Titel macht meines Erachtens keine Aussage über den Text, oder anders gesagt: ich hatte mir etwas völlig anderes vorgestellt (die Erwartungen in dich sind hoch ;) ). Ich sehe in deinem Gedicht einfach keinen Bahnübergang, wie man ihn im klassischen Sinne kennt. Aver vielleicht hab eich auch nicht genug Vorstellungsvermögen.

Trotzdem gern gelesen und vielleicht kannst du mit meiner Aussage sogar was anfangen :]

Gruß, Rune
"Wie verächtlich gehen die Herrscher über Worte hinweg, die den Krieg verdammen, wie gelangweilt die Intellektuellen, weil diese Worte weder originell noch neu sind. Aber sie werden gelten, solange wir Kriege führen.
[...] Keine Zwerge auf den Schulter von Riesen werden wir sein, sondern ein Volk von Riesen, die einander viel zu schnell über den Kopf wachsen- aber wenn es drauf ankommt, schlagen wir einander den Schädel ein wie in den dunklen Zeitaltern."

Frank Schätzing >Tod und Teufel<

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3

Thursday, March 1st 2007, 12:41pm

Hallooo,

danke für den Kommentar. Ja, die Dichte der S2 findet sich nicht in gleichem Maße in S2 und S3 wieder. Die "Gute Fahrt" ist die sarkastische Konsequenz aus dem Euphemismus "Personenschaden". Wenn Du die Durchsagen der Deutschen Bahn kennst, wirst Du genau diesen überfreundlichen Ton hören, der genauso überfreundlich die Verspätung bedauert, weil sich irgendein lyrisches Ich vor den Zug geworfen hat, wie sie im nächsten Moment eine angenehme Fahrt wünscht. Die Weit dreht sich weiter, manche bleiben auf der Strecke, die anderen spielen weiter.

Zum Titel: Du darfst ihn nicht einfach wörtlich nehmen, sondern als Metapher. Der Übergang ist hier keiner über Gleise, sondern von vorher und nachher, von Leben zu Tod, von einem gegenwärtigen Menschen zum vergessenen Menschen.

Ich denke noch einmal über die Dichte von S2 und S3 nach, aber ich bin mit nicht ganz sicher, ob nach der Zäsur mit dem Tod des Lyrich und dem euphemistisch-leichtfertigen Sarkasmus danach nicht sogar eine "leichtere" Sprache der Intention und Aussage entspricht.

Danke jedenfalls für die hohen Erwartungen. :D

AE
Sammelsurium: Werkesammlung


Narbenherz

Trainee

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Occupation: Schüler

4

Thursday, March 1st 2007, 10:37pm

Hallo,

Zuersteinmal muss ich sagen ist das ein klasse Gedicht.
Die Stimmung find ich genial. Liegt vielleicht auch daran das ich jeden Morgen im Zug sitzen muss ^^
Es beschreibt sehr schön die Widersprüchlichkeit des Lebens.


Was mich etwas wundert ist, das du auf jegliche Form verzichtet hast, was ich nicht als Nachteil sehe. Kann man das als Prosagedicht bezeichnen oder bin ich dann am total falschen Ende. :)
Ich handle nicht, also denke ich noch!

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