Hallo ae,
nachdem die erste Version meines Kommis durch meine Netzverbindung flöten gegangen ist, starte ich jetzt einen zweiten Versuch.
Ich hätte da "nur" eine Interpretation deines Stückes, da es mir gefällt und ich einfach das, was ich dabei denke in die Welt hinausschreien will.
Dann wolln wir mal.
Offline
Ich schließe das Fenster
Für mich will ds lyr. Ich alleine sein und die Realität aussperren. Es sucht seinen eigenen kleinen Ruhepunkt und schließt dazu das Fenster nach außen in die Realität. Es will über sein leben noch einmal nachdenken und braucht dazu Ruhe und Einsamkeit.
und verstecke den Wein
hinter Büchern,
die ich nie lesen will.
Da ich Wein zum Alkohol zähle und Alkohol dazu benutzt wird zu vergessen, folgere ich einfach mal, dass das lyr. Ich zwar die Realität ausschließen, sie aber nicht vergessen will.
Nur die Bücher geben mir Rätsel auf.
Ich lösche die Kerze
und drehe die Heizung auf
null Wärme.
Das lyr. Ich sehnt sich nach Wärme, wahrscheinlich die Wärme einer Beziehung oder einer Freundschaft. Es versucht, durch die Heizung an diese Wärme heranzukommen, aber das klappt nicht. Das lyr. Ich dreht die Heizung enttäuscht wieder ab.
Die Kerze bzw. eher das Kerzenlicht stören das lyr. Ich beim rekapitulieren seines Lebens, deswegen löscht es sie.
Für die Wiederkehr des Kreislaufes
nehme ich ein Wechselbad der Gefühle
in Kauf.
Das lyr. Ich möchte ein neues Leben, eine zweite Chance. Um diese zu bekommen, lebt es in Gedanken sein Leben nochmal und durchlebt alle Höhen und Tiefen erneut.
An einem leergeräumten Tisch
Sitze ich ein
gefangen in der Realität
an beiden Enden des Fluchttunnels.
Zeitsprung: Das lyr. Ich hat "fertig gedacht". Es ist mit sich im Reinen, aber irgendjemand hat das Fenster wieder geöffnet und die Realität hereingelassen. Nun kann das lyr. Ich seinen Ruhepunkt nicht mehr wiederfinden und ist in der Realität gefangen. Es hatte einen Weg gefunden, der zu seinem Platz geführt hat, aber dieser wurde ihm versperrt.
Zum Glück ist der Wärter bestechlich.
So lässt er die Tür einen Spaltbreit offen
damit ich Dich atmen hören kann.
Der Weg zum Ruhepunkt des lyr. Ichs wird von einem Wärter bewacht, deswegen kann es nicht mehr dorthin. Aber der Wärter ist bestechlich, sodass er zumindest die Tür ein wenig öffnet. Das lyr. Du wird hier jemand sein, den das lyr. Ich geliebt/sehr gemocht hat, den es aber verloren hat. Wenigstens gelangt durch den Türspalt ein wenig Ruhe in die Realität und das lyr. Ich kann sich ein wenig erinnern.
Ich hoffe, dass ich nicht allzusehr falsch liege.

Die erste Version war ausführlicher, aber ich bin tippfaul.
raba