Wenn ich tot bin
Wenn ich tot bin
Wenn ich tot bin, werde ich auf deiner Zunge liegen,
mit dir schmecken Wein, den du aus meinem Becher trinkst.
Deinen Blicken werd ich folgen und zu diesem Punkte fliegen,
der mir einmal galt, wenn du im fremden Blick versinkst.
Bin ich tot im Grab, komm ich im Schlaf an deine Seite,
lege selig auf die weichen warmen Kissen einen Traum.
Und wenn du in meinen Garten gehst, dir zum Geleite
singe ich ein Lerchenlied aus unserm Kirschenbaum.
Und du hörst mich knistern in dem Sand an fremden Stränden
Weil ich tot bin, bin ich Teil von jedem Staubkorn auf der Welt.
Und der Puderzucker bin ich, der da klebt an deinen Händen,
wenn Du'n Törtchen isst von meinem schwer verdienten Geld.
Ich schau demnächst mal wieder rein