Toter Schatten
Toter Schatten
Gedankenlos steif ich umher, schau nach oben, sehe das Licht nicht mehr. An einer kleinen Bucht bleib ich stehen, schau nach vorn und schau hin und her. Eine kleine Stadt am Horizont, schlafend lange schon, setze mich in Bewegung mit dem Blick nur nach vorn.
Am Himmel dort oben sieht man das Meer, doch über mir ein grauer Nebel, nicht glänzent und leer. Weiter nach vorne, etwas schiebt mich umher, ich weis nicht was es ist, es schmerzt jedoch sehr.
Am Ende des Tages angekommen, doch keinen Hunger hab ich mehr, die Sonne versteckt sich mittlerweile hinterm Horizont und bleibt die ganze Nacht lang fort.
So streif ich durch die Stadt, in der Nacht ohne Tageslicht, bin den ganzen Tag gewandert, doch müde bin ich nicht.
Weis nur ich muss nach Hause gehen, doch weis nicht wo es ist, ob es mir jemand sagen können wird, später im Morgenlicht.
Langsam kehrt die Sonne wieder, von den Häusern fallen die Schatten ab.
Menschen eilen hinaus und gehen ihrer Arbeit nach, doch muss ich sie jetzt stören, um herrauszufinden wo ich nun bin... .
Doch was ist los sie beachten mich nicht, ich glaub sie sind nicht ganz bei sinnen.
So lauf ich durch die Straßen, nur nach unten geschaut, "Wieso spricht keiner mit mir, sehe ich so schrecklich aus?"
Ganz in Gedanken, ohne ein Wort, lauf ich weiter und schau nicht nach vorn,
doch auf einmal fährt ein Auto, direkt vor mir, es will nicht halten, es will nich stoppen, das ist mein Ende, ich sehe es schon kommen.
Die Augen mach ich zu, ich denk es ist vorbei, doch keine Quietschenden Reifen und kein Geschrei, so mache ich die Augen wieder auf und stehe noch da, drehe mich um, das Auto fährt weiter, doch ohne ein Schaden.
"Da fällt mir was ein, vor nicht langer Zeit, passierte das hier schon mal wie war das doch gleich?"
Jetzt erinnere ich mich, an mein altes Leben und den Unfall, Nein, Nein, es war alles nur ein Traum.
Die Sonne sie strahlt, ich schau wieder auf den Boden, mir fällt mit erschrecken auf:" Wo ist mein Schatten, er ist fort.
Nein kein Traum, jetzt ist mir alles klar, ich stehe zwar hier, doch sollte ich eigendlich woanders sein.
In einer kleinen Gasse, auf einen Ort, an einer Stelle und niemand spricht hier ein Wort, wie sollte es auch gehen, denn sie sind alle Tod. Sie liegen hier in Reih und Glied, nur ein Platz ist frei, dort hinten am Zaun. Ein Loch ausgehölt, sehr tief und kalt, die Männer in Schwarz einen Sarg tragen herbei. Ich weis was das ist, mein Körper gefangen in Holz, er bei sich trägt meinen Schatten, der mir als einziger die Wahrheit zeigen sollte, die ich wissen wollte... .
Wer die Freiheit liebt, darf die Einsamkeit nicht scheuen