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Date of registration: Dec 23rd 2006

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1

Tuesday, February 13th 2007, 7:53pm

Hundeleben

Hundeleben


Einen Haufen Scheiße

möchte ich auf die Straße setzen

die zu nichts führt


Genüsslich anpissen

möchte ich die Laterne an der Ecke

die nicht leuchtet


Ich will nur spielen! Sage ich

und beiße zu.



RPK 130207
Sammelsurium: Werkesammlung


ruelfig

Master

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Occupation: Ökologische Ausgleichsfläche

2

Tuesday, February 13th 2007, 9:37pm

Holla, Hasso,
mit Dir ist nicht gut Gassi gehn.
Wut ist zu spüren, Verzweiflung auch. Die Straße, die zu nichts führt, bedrückend.
Warum lässt Du nicht auch die letzte Zeile im hündischen Konjunktiv: und möchte zubeissen? Ein Hundeleben zeichnet sich doch dadurch aus, dass man nicht kriegt, was man will oder braucht.
Ohne Maulkorb,
R
Gegenismen

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Occupation: Schwarzbuntes verstreuen

3

Tuesday, February 13th 2007, 9:46pm

Ich find es gut, wie die letzte Zeile da steht. Es passt irgendwie. Außerdem werden heutzutage so viele Kinder von Hunden angegriffen und der Halter sagt nur: "Der tut nichts. Der will nur spielen." (Ich spreche da aus Erfahrung... +-)
Mir gefällt die Einfachheit an diesem Hundeleben. "Ein Haufen Scheiße..." und "Genüsslich an....en..." : So einfach kann ein Leben sein.

raba
Wir müssen nur wollen.

Saadi

Master

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4

Tuesday, February 13th 2007, 9:51pm

Hunde kennen geheime Zeichen, sprechen Sprachen, die Dir immer verborgen bleiben. Darum denkst Du Dir Laternenpfähle auch ohne Licht und die Haufen auch als geheime Rache.

Da bist Du aber weit weg vom Hund beim Menschen gelandet
Saadi
Ich schau demnächst mal wieder rein

MOMO

Trainee

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5

Tuesday, February 13th 2007, 11:42pm

RE: Hundeleben

DAS LEBEN IST EIN HUND,

Wunderbar kurz prägnant und doch irgendwie bezeichnent für die Gedanken Urbaner PEnner wie ein Schiss auf den Werdegang
Ich finde nirgends Ruh, muß selber mit mir zancken,
Ich sitz, ich lieg, ich steh, ist alles in Gedancken.

Andreas Tscherning

winni

Querdichter

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6

Tuesday, February 13th 2007, 11:48pm

RE: Hundeleben

.. schließe mich den Vorrednern an, ein Scheißgedicht. Schlimm ist, dafür können Hunde nix ..
winni

hohlZahn

Professional

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7

Wednesday, February 14th 2007, 5:11am

RE: Hundeleben

haben die leerzeilen irgendeine bedeutung außerden text zu strecken? kann keine erkennen.

die erste strophe finde ich nett, im positiven sinne. reißt mich nicht vom hocker, aber geht in ordnung. schöne verbindung der redewendung "das führt zu nichts" mit einer ganz konkreten straße, es verleiht der strophe einen leichten charakter von sprichwörtlichkeit.

in der zweiten strophe finde ich das adverb "genüsslich" unglücklich, denn 1.) pisst ein hund nicht aus genuss, sondern weil er muss und 2.) klingt es in der vorliegenden satzstellung etwas zu maniriert elegisch und passt so gar nicht zur lapidaren ersten strophe. über die "laterne die nicht leuchtet" kann man streiten, es fehlt der etwas sprichwortartige charakter der ersten strophe. ich empfinde die zweite strophe dadurch als schwächer als die erste.

die dritte strophe finde ich gut, aber sie steht sehr verloren da. zum einen, weil sie nicht dasselbe schema wie die ersten beiden hat, zum anderen weil der hund etwas "sagt", also offenbar in interaktion tritt. da die vorigen strophen ein sehr menschenleeres bild evozieren kommt das etwas plötzlich und m.e. unpassend.

ob du die ersten beiden strophen überarbeitest ist eine ermessensfrage deinerseits, ich denke schon dass du es tun solltest, damit die strophen in ihrer dichte gleichauf sind.
in jedem falle solltest du eine strophe einfügen, welche die letzte besser vorbereitet, denn so empfinde ich das ende des textes als viel zu abrupt.

grüße
hZ
neulich dachte ich, mir wären beim kacken die augen geplatzt, dabei hat nur jemand versehentlich das licht ausgeschaltet.

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8

Thursday, February 15th 2007, 12:02pm

Sooo,

nun komm ich endlich mal zum Antworten.

ruelfig:

Quoted

Warum lässt Du nicht auch die letzte Zeile im hündischen Konjunktiv: und möchte zubeissen?

Ja, ich weiß, warum Du denkst das müsse so. Aber S1 und S2 sind Wutausdrücke, S3 ist der Wutausbruch als Konsequenz der S1 und S2.

raba:

Quoted

(Ich spreche da aus Erfahrung... )

Oh je, das tut mir leid. Mein lyrIch war's nicht! 8o

Saadi:
Keine wirklich konstruktive Kritik, scheinbar wolltest Du nur Deine Hundeexpertenerleuchtungen kundtun, an die ich unsensibler Banauso ach so wenig herankomme. Was diese herablassend-verächtliche Belehrung als Kommentar zu einem Text soll, der Hunde nur als Spiegel menschlicher Lebenswut verwendet, erschließt sich mir nicht. Ich wollte hier keine realistische Hiundeverhaltensstudie betreiben.

winni:

Quoted

.. schließe mich den Vorrednern an, ein Scheißgedicht. Schlimm ist, dafür können Hunde nix ..

Erstens: "den Vorrednern, solltest Du sie überhaupt gelesen haben, schließt Du Dich überhaupt nicht an, denn es war allenfalls Saadi, der sich vor Dir negativ geäußert hat. Wenn auch nicht zum Text sondern zu irgendwas sonst. Und Scheißgedicht hatte vor Dir auch niemand gesagt, also kannst Du Dich nicht mit der Behauptung, du würdest Dich mit dieser Meinung "anschließen" nicht vor jedweder Begründung drücken.
Ich aber kann auf etliche Vorredner verweisen, die solche Kommentare von Dir als nutzlosen Spam bezeichnet haben. Das Thema hatten auch wir schon einmal bei "Erdbeerchen" von marot, und da habe ich Dich schon einmal gebeten, sachlich zu begründen und siehe da, plötzlich konntest Du's. Also bitte, Winni, ganz oder gar nicht, sonst werde ich das nächste Mal einen mod bitten, Deinen Nicht-Kommentar auszuschneiden und dahin zu verschieben, wo er hingehört: In die Ablage. Sorry dass ich so direkt werde, aber das warst Du mit "Scheißgedicht" auch, ohne es aber - im Gegensatz zu meiner Direktheit hier - zu begründen. :rolleyes:

MOMO: Danke für die prägnante Interpretation bzw. Mitteilung Deiner Assoziation.

Soo jetzt speziellen Dank an hZ, der hier eine Kritik abgeliefert hat, wie ich sie mir eher wünsche.
Leerzeilen: Textsatzgründe, und nicht alleine optische. Das lyrIch ist außer sich und der ausrufhafte Charakter soll durch das Aufreißen des Textblocks stärker wirken. Gedrängte Schreibweise war mir zu brav.

Quoted

"genüsslich" unglücklich

Quoted

denn 1.) pisst ein hund nicht aus genuss, sondern weil er muss

Ist das lyrIch ein Hund? Will es etwa "genüßlich pissen", weil es muss?
Das genüßlich ist Sarkasmus- und Wutgeboren. Das lyrIch scheißt, opisst und beißt um sich, hier, Welt ich piss Dich voll und es macht mir sogar Spaß, Du Sau!

Quoted

2. (...) in der vorliegenden satzstellung etwas zu maniriert elegisch

"Genüßlich" ist dann nicht mehr manierlich, wenn es mit Pissen an Laternen korrespondiert. Stelle Dir einen schallend lachenden, aber in Wirklichkeit zerfressenes und betrübtes, desillusioniertes LyrIch vor, das da pisst.

Quoted

es fehlt der etwas sprichwortartige charakter der ersten strophe. ich empfinde die zweite strophe dadurch als schwächer als die erste.

Stichhaltige Kritik, die ich nachvollziehen kann.

Die S3 hat nicht dasselbe Schema wie S1 und S2 und einen redenden Hund, weil sie eine andere Funktion hat und einer inhaltlichen Zäsur folgt. Du empfindest das als übergangslos und abrupt, ich als Umblenden auf eine Schlussszene, die sehr wohl eine Art Folge-Bezug zu den S1 und S2 hat.

Ich werde mir das Ding gelegentlich nochmal ansehen und ggf. überarbeiten. Wenn ich auch zugeben muss, dass auf diesem Text nicht mein größtes Augenmerk liegt, was Tatendrang angeht. :D
Auch wenn ich immer wieder beobachte, dass auf genau diese Texte die meisten und auf die mir wichtigen Texte die wenigsten Reaktionen erfolgen. Ein Hundeleben ist das manchmal... :rolleyes:

Danke

AE
Sammelsurium: Werkesammlung


winni

Querdichter

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9

Thursday, February 15th 2007, 1:29pm

RE: Hundeleben

aNFANGENDe

Gut, das mit den Vorrednern geht zu meinen Lasten. Bedaure, den Anfang des `Gedichtes´ als solche in betracht gezogen zu haben.

Arbeiten dieser Art, die in dieser Fäkalsprache um's Überleben kämpfen,
sind mir keiner Kritik würdig, sie richten sich selber!

Worte, wie Scheisse, anpissen etc. lassen es nicht zu, sich mit ihnen auch nur in der Tendenz zu befassen !

Die Frage, nach der fehlenden Begründung sollte sich doch im Gestank der Fäkalien erübrigt haben!
Ich halte es für überflüssig einem solchem "Gedicht" eine Würde zu geben, die es nicht verdient.

Ganz besonders hat mich deine Drohung mit dem Moderator berührt.
Nehme sie gerne zur Kenntnis !

Deine Forderungen haben sich in den Begriffen, wie "Scheisse" , "anpissen" als Überforderungen selber überholt!

winni

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10

Thursday, February 15th 2007, 2:31pm

RE: Hundeleben

Hallo Winni,

wenn Du so Deine Meinung äußerst wie hier ist doch alles OK. Aber WENN Du was äußerst, dann muss es eben Hand und Fuß haben.
Ob man Worte mit Fäkalbezug in der Lyrik verwenden darf oder sollte, ist Ansichtssache. Aber wenn ein lyrIch in entgleister Lebenswut dargestellt wird, haben solche deftigen Bilder durchaus ihre Berechtigung und sind nicht aus bloßer Freude an Unflätigem hingeschissen. :D

Außerdem frage ich mich, in welcher Welt Du lebst, dass Dir im Jahr 2007 Harmlosigkeiten wie Scheiße oder Pisse ganze Ästhetikkrisen aufwerfen. Vielleicht eine Generationssache, das.

Quoted

Ganz besonders hat mich deine Drohung mit dem Moderator berührt.

Mich auch, weil ich sowas nur mache, wenn ich mich wirklich über die unbelehrbare Uneinsichtigkeit von jemandem ärgern muss, der das Problem nun wirklich kennt. Und ich meine es auch durchaus ernst, Deine Kommentare sind, so wie Dein zweiter hier, gerne willkommen, aber mit Spam-Einzeilern mache bitte einen Bogen um meine Fäden. Und da Du diese Bitte wahrlich nicht zum ersten Mal hörst und dennoch wieder nicht respektiert hast, musst Du Dich nicht wundern, wenn man Dich vorsorglich darauf hinweist, dass dies die letzte Diskussion über dieses Thema in einem Faden sein wird, der sich eigentlich mit einem meiner Texte beschäftigen sollte...
Antworten hierauf bitte nur noch per PM. Danke und aus.

AE
Sammelsurium: Werkesammlung


hohlZahn

Professional

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Occupation: Arsch vom Dienst / Achterbahnpilot

11

Thursday, February 15th 2007, 6:30pm

RE: Hundeleben

Quoted

Original von aNFANGENDe
Ist das lyrIch ein Hund? Will es etwa "genüßlich pissen", weil es muss?


mhmmmmm na gut akzeptiert :D
aber:

Quoted

Original von aNFANGENDe
"Genüßlich" ist dann nicht mehr manierlich, wenn es mit Pissen an Laternen korrespondiert. Stelle Dir einen schallend lachenden, aber in Wirklichkeit zerfressenes und betrübtes, desillusioniertes LyrIch vor, das da pisst.


nein, es *ist* nicht maniriert, es *klingt* maniriert, der ton hat etwas elegisches - sowas passiert bei dieser syntax, wo das adverb vorgezogen werden (ist übrigens auch ein beliebtes stilmittel um kitschromanpassagen mit melodramatik aufzuladen). und das ist nunmal auch einer der gründe, warum die 2te strophe im vergleich zur 1sten abstinkt, der ton macht die musik, quasi: sprichwort versus melodramatik. denke aber, dem kann man mit einer leichten satzumstellung abhelfen.

Quoted

Original von aNFANGENDe
Die S3 hat nicht dasselbe Schema wie S1 und S2 und einen redenden Hund, weil sie eine andere Funktion hat und einer inhaltlichen Zäsur folgt. Du empfindest das als übergangslos und abrupt, ich als Umblenden auf eine Schlussszene, die sehr wohl eine Art Folge-Bezug zu den S1 und S2 hat.


ein bezug ist natürlich da, darüber müssen wir nicht reden.
aber es widerspricht sich nicht, dass sie umblendet und trotzdem zu abrupt ist ;)

Quoted

Original von winni
Arbeiten dieser Art, die in dieser Fäkalsprache um's Überleben kämpfen,
sind mir keiner Kritik würdig, sie richten sich selber!


kritiker die derlei dinge von sich geben, richten sich selber y)

herZlichst
hZ
neulich dachte ich, mir wären beim kacken die augen geplatzt, dabei hat nur jemand versehentlich das licht ausgeschaltet.

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