Brachland
wie Liebe,
in umgebender Menschen-Leere,
Erdschollen auf Trockenstein-Terrassen,
neben der Serpentine, verwildert Wegrand,
Brombeergestrüpp vergräbt seine Dornen,
es schmeckt dunkel rot und eisenhaltig,
das Ackerland, zu bestellen duftet,
nach Erde voller Kalksteine, hört man Stille,
und eigenes Echo in den Bergen,
wo niemand ist aber Ausblick in Täler
mit Waldflächen und See-Ahnungen,
barfuss einsinken in spurlos
Angereichertem auf den Terrassen,
ein aufgelesener Kreidestein in
der Hand und die Erde daran
kommt an deine salzige Stirn
als du Schweiß nass von ihr wischst,
blinzelst in der Sonne, so ist Brachland:
Es könnte auch regnen, nasskalt, wie bei 3°
das Gesicht überströmendes Mondlicht
oder Nieselregen, von mir aus Nebel,
ob nun eine Idee von trockenem Wein
auf der Zunge liegt oder Rauch,
so ist, Brachland,
wie Liebe.
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