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machtwort
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konnte ich noch nie etwas anfangen. Sie zu beherzigen hätte für diesen Text bedeutet, die beabsichtigte Beiläufigkeit nicht zu erzielen.
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Ein guter Dialog sollte auf Beisätze à la "sagte...", "antwortete...", "lachte..." verzichten können
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Original von sim
Vokabeln aber deshalb zu streichen, weil sie dir nicht gefallen oder deiner Ansicht nach nicht benutzt werden, muss ich leider ablehnen. Wichtig ist ja nicht, ob irgendjemand oder auch die meisten, die du oder ich kennen, so reden, sondern die Funktion im Text.
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Original von sim
Wenn ich deine Vorschläge in die Tat umsetzen würde, käme nichts weiter dabei raus als die idiotische, sich in jeder Generation wiederholende Litanei: "Die heutige Jugend" oder "Früher war alles besser". Wie grausam.
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Original von sim
Es geht um Gleichgültigkeit und Beiläufigkeit, die ist generationen- und codeunabhängig. Entsprechend dürfen nicht nur, sondern müssen Ausdrücke unterschiedlicher Generationen vorhanden sein.
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es geht nicht darum ob sie mir gefallen.
es geht darum ob die figuren halbwegs authentisch wirken, und das wirken sie in der vorliegenden fassung nicht, gründe habe ich bereits vorher angegeben.
schon die gleichzeitige Verwendung zwei so unterschiedlich datierter Wörter wie "Spacken" und "chillen" müsste eigentlich klar machen, es geht hier nicht im "einen Jargon", der getroffen werden sollte.
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und auch dieser text zeigt, es reicht nicht ein paar vokabeln wie "chillen" oder "spacken" einzustreuseln, um einen jargon zu treffen.
das ist nichts weiter, als eine subjektive Meinung. Da geht es nicht um Authenzität, sondern lediglich darum, dass du ein Wort schlimm findest. Wenn es tatsächlich so wäre, dass dieses Wort nie gesagt worden wäre, wäre es nicht entstanden. Außerdem wüsste doch keiner, was gemeint ist. Deine subjektive Aussage ist also durch nichts belegt.
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wörter wie "büffeln" sind ganz schlimm, die wurden nämlich nie benutzt, vermutlich nichtmal von unseren eltern
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wie kommst du denn darauf??
Das wäre einerseits anbiedern, andererseits die völlig haltlose Aussage, Jugendliche würden nur noch in restringierten Codes miteinander reden.
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»Seht mal die Katze!« --- völlig unrealistisch. keiner sagt heute mehr "seht mal", es heißt "guck mal" oder "kuckma" oder "kumma da vorn!" in ultrarealistisch sähe dieser dialog übrigens vermutlich so aus:
"Ey kuckma da!"
"Was?"
"Na, ey, da, da die Katze, da"
Okay, das ist ein Hinweis, denn natürlich sollte der Text nicht nach einem Sozialpädagogen klingen. Schließlich hat er weder eine Moral, noch eine Lehre, die man in irgendeiner Weise daraus ziehen könnte. Er entrüstet sich noch nicht einmal.
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also komplett ohne signalwörter à la "chillen" oder "büffeln".
Ich möchte ja auch gar nicht versuchen, dich vom Gegenteil zu überzeugen, sondern begründe nur, Überzeugungstäter zu sein.
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ich bleib dabei
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Original von sim
schon die gleichzeitige Verwendung zwei so unterschiedlich datierter Wörter wie "Spacken" und "chillen" müsste eigentlich klar machen, es geht hier nicht im "einen Jargon", der getroffen werden sollte.
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Original von sim
das ist nichts weiter, als eine subjektive Meinung. Da geht es nicht um Authenzität, sondern lediglich darum, dass du ein Wort schlimm findest. Wenn es tatsächlich so wäre, dass dieses Wort nie gesagt worden wäre, wäre es nicht entstanden. Außerdem wüsste doch keiner, was gemeint ist. Deine subjektive Aussage ist also durch nichts belegt.
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wörter wie "büffeln" sind ganz schlimm, die wurden nämlich nie benutzt, vermutlich nichtmal von unseren eltern
Um nicht missverstanden zu werden, jede Aussage ist subjektiv, wir sind hier ja nicht in der Mathematik, auch schätze ich deine subjektive Meinung, aber bitte tu nicht so, als sei sie objektiv und als ginge es dir um die Authenzität. Authenzität zu beurteilen setzt erstmal die grundlegende Feststellung voraus, hier sollte überhaupt ein Slang getroffen werden. Das ist nicht der Fall.
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Original von sim
Intressant ist, dass du gleichzeitig eine höhere Authenzität des Slang einklagst, mir aber vorwirfst, ich wollte mich anbiedern. Ist das nicht ein Widerspruch?

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Original von sim
Das wäre einerseits anbiedern, andererseits die völlig haltlose Aussage, Jugendliche würden nur noch in restringierten Codes miteinander reden.
natürlich sprechen nicht alle so, aber der hang zur ellipsenbildung, satzbruchstücken etc. ist nicht nur unter jugendlichen verbreitet.
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Original von sim
natürlich sollte der Text nicht nach einem Sozialpädagogen klingen. Schließlich hat er weder eine Moral, noch eine Lehre, die man in irgendeiner Weise daraus ziehen könnte. Er entrüstet sich noch nicht einmal.
Und wenn ich, was ab und zu vorkommt, für Jugendliche schreibe, kommen Signalwörter nicht vor, schon weil ich der Überzeugung bin, der Tod von Natürlichkeit und Authenzität ist der Versuch, wörtliche Rede natürlich zu schreiben.
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Original von sim
Außerdem gibt es die Sprache der Jugend nicht. In der Hip Hop Szene werden andere Codes gesprochen als in der Metalszene und selbst in den unterschiedlichen Metalszenen gelten wieder andere Begriffe, die sich auch noch regional unterscheiden.
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Original von sim
Mein Problem ist, dass ich weder chillen, noch Spacken oder büffeln als Signalwort sehe oder begreife.
habe das falsche wort benutzt. da sist natürlich nicht auf die wortwahl beschränkt, sondern geht weiter zum satzbau u.ä.
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Original von sim
Ich möchte ja auch gar nicht versuchen, dich vom Gegenteil zu überzeugen, sondern begründe nur, Überzeugungstäter zu sein.
Für dich ist es nicht authentisch, damit kann ich gut leben. Es ist auch nicht so, dass ich jede Kritik ablehne. Aber ich kann auch einen Text nicht ändern, wenn er für mich genau so stimmt, wie er da steht.

Normalerweise wäre das für mich auch ein Grund zu ändern.
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selbst wenn für mich so wie er da steht nach "sozialpädagoge" klingt?
nein, wenn du nichts ändern willst ist es deine sache.
ich denke trotzdem, das man das "problem" eleganter lösen könnte.
In diesem Falle sollten es ganz normale Gymnasiasten der elften Klasse sein. Keiner bestimmten Gruppe zugehörig. Und ohne Vorgabe wären sie sicher erwachsen gewesen.
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figuren authentisch sprechen zu lassen hat nichts mit anbiedern zu tun, sondern mit deren glaubwürdigkeit. da ist es egal, ob es sich um einen jugendlichen, einen hafenarbeiter, einen juristen, einen ehrwürdigen weisen oder alt68er handelt.

Es ist auch beides gleich schwierig. Ich bevorzuge die Variante der weniger natürlichen Ausdrucksweise vermutlich, weil ich vom Theater her komme. In vielen Fernsehserien kann man sehen, wie unnatürlich es klingt, wenn Sprache natürlich geschrieben wird. Aber das führt natürlich zu weit weg.
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übrigens halte ich beides für in etwa gleich schwierig, also einesteils die figuren natürlich und frei von jargonbegriffen und idiosynkrasien, anderenteils glaubwürdig in ihrem jargon sprechen zu lassen.
Okay, da treffen wir uns ja auch. Meine Intention war nur eine andere, weshalb ich, was danebengegangen sein mag, die Begriffe zeitlich eben gestreut habe, gerade um eine zu einheiltiche Charakterisierung auszuschließen.
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im vorliegenden text ist die art zu sprechen einer der wichtigsten charakterisierungspunkte für die figuren
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Arschloch«, sagt Lena, bevor sie geht. Nach ein paar Metern schaut sie sich noch einmal um, dann verschwindet sie.
»Na endlich.«
Florian kommt. Wir schlendern los, die Hauptstraße entlang.
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