Hallo Roland!
Was haben wir denn da?
Ein Klagelied auf das Mittelmaß des Lebens?
Eine Miniatur, die (mit) halb anfängt und ganz aufhört.
Die Zeilen malen ein finsteres Bild von Vergeblichkeit,
ohne daß ich sagen könnte, was sie genau von mir wollen,
fällt mir (warum auch immer) T.W.Adorno dazu ein:
"Es gibt kein wahres Leben im Falschen".
Die Eier des eigenen Nestes als Produkte der eigenen
Tätigkeit, die es Wert sind, zerschlagen zu werden?
Gibt man "sein Bestes" um zu bestehen?
Oder gibt man "das Beste" was einem bleibt
in einem Akt der finalen Resignation aus der Hand?
Der Text wirft viele Fragen auf und löst einen Assoziationssturm
aus, ohne daß es wirklich "einrastet" bei mir.
Vielleicht magst Du mir eine PN schicken, in der Du mir ein
wenig über die Brücke hilfst, denn die ist das Bild,
an dem ich hängenbleibe.
Der Klang des Gedichtes gefällt mir, genauso wie die
Prägnanz der Bilder, es "hämmert" mit seiner reduzierten
Sprache genau die Art von Pathos ins Hirn, die mir gefällt...
Für die unorthodoxe Streuung von Satzzeichen hast Du bestimmt
einen triftigen Grund, der sich mir allerdings noch nicht erschlossen hat.
Das mag daran liegen, daß es noch früh am Tag ist, oder an dem
Problem, was ich generell mit der etwas "moderneren" Lyrik habe.
Insgesamt eine Art düsteres Mantra, mit dem zu spielen sich lohnt,
aber um wirklich zu sagen: "Wow", oder "was soll das denn?", muss
ich das erst mal sacken lassen....
Danke für die Tagesdosis Frustration, alter Kryptiker.
machtwort