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Sarisand

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Date of registration: Jan 10th 2007

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Occupation: Studentin (Ägyptologie/Ur- und Frühgeschichte) und MAMA ;)

1

Wednesday, January 31st 2007, 2:16pm

Wie bestellt und nicht abgeholt


Ich sitze hier und warte,
der Kellner kommt heran.
Er gibt mir still die Karte
und schaut mich fragend an.

Ich seh` darauf betreten
auf deinen leeren Platz.
Man kann sich mal verspäten,
doch nicht ständig, mein Schatz!

Von Pünktlichkeit kein Schimmer,
hab`s damals schon geahnt,
doch du behauptest immer,
du wärst so sehr verplant.

Ich warte hier und schaue
auf mein halbleeres Glas.
Und wenn ich jetzt abhaue,
schert es dich denn noch was?

Rune

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2

Wednesday, January 31st 2007, 2:52pm

Hallöchen,

dein Text ist in sich schlüssig und nachvollziehbar.
Einen groben Fehler bitte schnell ausmerzen: aller letzte Zeile aller letztes Wort: was!! Außerdem passt in diese Zeile das "denn" nicht so ganz rein. Es ist irgendwie zu viel und stört den Lesefluss.
Des weiteren möchte ich in der ersten Zeile der zweiten Stimme immer "drauf" lesen, statt "darauf", was aber den Sinn verändern würde. Vielleicht ist in dem Zusammenhang dieses "darauf" nicht optimal gewählt.

Ansonsten ist das wohl eine Situation, die jeder kennt, da müsstest du nicht mal die Spezialisierung auf den "Schatz" bringen. An sich ist es eher die Beschreibung einer Situation, trocken, wie sie nun mal ist. Ich lese Enttäuschung heraus, aber mir fehlt irgendwie die Wut. Dem lyrischen Ich muss das schon so oft passiert sein und es ist immer noch nicht sauer, jedenfalls nicht sehr offensichtlich.

Ich hab es gern gelesen und mich auch gern an eine solche Zeit zurück versetzten lassen.

Gruß, Rune
"Wie verächtlich gehen die Herrscher über Worte hinweg, die den Krieg verdammen, wie gelangweilt die Intellektuellen, weil diese Worte weder originell noch neu sind. Aber sie werden gelten, solange wir Kriege führen.
[...] Keine Zwerge auf den Schulter von Riesen werden wir sein, sondern ein Volk von Riesen, die einander viel zu schnell über den Kopf wachsen- aber wenn es drauf ankommt, schlagen wir einander den Schädel ein wie in den dunklen Zeitaltern."

Frank Schätzing >Tod und Teufel<

Sarisand

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3

Tuesday, February 6th 2007, 6:44pm

Danke!

Hallo Rune,
danke für deinen Kommentar!
Den Fehler in der letzten Zeile habe ich gleich ausgemerzt.
Das "denn", das du angesprochen hast, habe ich extra noch hineingeschoben, da mir sonst eine Silbe fehlte, und der Rythmus nicht stimmt. Davon abgesehen, fand ich die zwei "Ds" von "dich" und "denn" hintereinander gut. Aber vermutlich kann man da auch anderer Meinung sein! Danke für den Hinweis!

Du hast richtig erkannt, dass das Wort "drauf" in der zweiten Strophe, den Sinn verfälschen würde oder zumindest würde es verwirren! Das Problem ist mir beim Schreiben auch begegnet.

Das dir die Wut in der Reaktion des Lyr. Ichs fehlt, kann ich verstehen. Ich glaube aber, dass es bereits so frustriert ist, dass es schon gar nicht mehr wütend sein kann. Es ist bereits abgestumpft, könnte man sagen. Klingt vielleicht komisch, aber es gibt tatsächlich Menschen, die in dieser Situation, die Verspätung mit Gleichgültigkeit ertragen würden!

Gruß Sarisand

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