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1

Thursday, January 18th 2007, 12:59am

Von Luft und Liebe

Von Luft und Liebe


Wenn sie mir meine Träume erzählt,
sterbe ich langsamer als andere.

Hinter den schwarzen Rücken des Tages
ist sie mein Nachschlüssel
für die Tür zum Licht.

Zärtlich lege ich ihr meine Worte
in den Wind, der sie umgibt.
Dann kann sie mich atmen.
Dann bin ich in ihr und um sie herum.
Dann fließe ich durch ihre Adern,
und für sie wird selbst die Luft greifbar
wie die Erde, auf der sie steht.

Und selbst wenn sie ein Raubtier wäre,
würde ich mich an ihre Klauen schmiegen,
mit denen sie mich zerfleischt.
Sammelsurium: Werkesammlung


Marot

Administrator

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Location: bei dir zuhause, wenn du willst, weiblich bist und Sommersprossen hast

Occupation: Bademütze

2

Thursday, January 18th 2007, 1:12am

Naja die letzte Stropfe kommt mir aber bekannt vor ;)

Im großen und ganzen ist es mir eine spur zu kitschig für ein Kunstgedicht, aber absolut ok für ein Liebesgedicht ( mit widmuung am besten)

Strophe eins ist sehr schön. kitschig aber stimmig.

Strophe zwei hingegen fidne ich dann schon wieder zu viel, vor allem weil mir dieses Bild des Nachschlüssels zu mechanisch und kühl erscheint im Vergleich zum Rest. Irgendwie kaufe ich dir das Bild nicht ab. Es will sich nicht in das Gesamtbild einfügen.


Zärtlich lege ich ihr meine Worte
in den Wind, der sie umgibt.
Dann kann sie mich atmen.
Dann bin ich in ihr und um sie herum.
Dann fließe ich durch ihre Adern,
und für sie wird selbst die Luft greifbar
wie die Erde, auf der sie steht.

Das gefällt mir wieder besser. Hier wird deine metaphorik wieder Naturgebundener, was gut in die Sprache und Stimmung passt, was aber Strophe zwei noch unpassender erscheinen lässt.

naja und die letzte Strophe ist halt sehr, sehr dick, Frauen mögen das ;)

Also ganz ernstnehmen mag ich das Werk nicht, aber das wirst du sicherlich nicht anders sehen. Als Umwerbungswerk oder als Liebsbekundigung mag es gefallen, nur eben Strophe zwei würd eich weg lassen.
Geld ist teuer!

Heilige Johanna der Schlachthöfe / Bertholt Brecht

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