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Date of registration: Dec 23rd 2006

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1

Thursday, December 28th 2006, 3:25am

Gleichnis von der Unabhängigkeit

Neulich fand ich einen Leib.
Der lag in seinem eigenen Saft.
Den hatte man ge
köpft.

Nicht weit daneben
schallendes Gelächter!
Das war der Kopf.
Den hatte man ent
leibt.

Da lag er nun zu meinen Füßen
und kugelte sich vor Freude.
Sammelsurium: Werkesammlung


tintenklecks

Unregistered

2

Sunday, February 11th 2007, 5:29pm

Hallo aNFANGENDe,

ich glaube, dass hier auf diverse philosophische Schriften Bezug genommen wurde, die das Leib-Seele-Problem zum Gegenstand haben. Vereinfacht geht es um das Verhältnis von Körper (materiell) zu Geist (immateriell, mentales Bewusstsein). In den beiden ersten Strophen wird die beiderseitige Abhängigkeit voneinander karikiert und geklärt, welcher der zwei Teile bei einer Enthauptung nun das Nachsehen hätte.

Folgerichtig zieht der Leib den Kürzeren, denn was wäre er ohne den Geist schon wert? Da liegt er nach der Enthauptung also trist in seiner Suppe und ist nicht mehr in der Lage, sich zu rühren. Für den Geist dagegen scheint die Entleibung ein rechtes Glück, ein Schritt in die Freiheit, denn er lacht sich eins ins Fäustchen. Die altbekannte Frage, die sich natürlich stellt, ist, ob der Geist auch ohne Körper existieren kann? Hier kann er es und das gefällt mir.

Dass du die Köpfung bzw. Entleibung per Zeilenumbrüche auch für das Auge des Lesers kenntlich gemacht hast, finde ich eine klasse Idee. Nur die letzten beiden Zeilen finde ich überflüssig, die würde ich wegnehmen, weil sie im Grunde nur noch mal die Freude des Kopfes widerspiegeln. Oder steckt da noch eine wichtige Aussage drin, die ich nicht erkannt habe?

Gruß, tintenklecks

ruelfig

Master

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3

Monday, February 12th 2007, 1:14am

Ruebe

Hi, Ae,
Hätte Dir gerne Kommentar geschickt. Wären wir nicht irgendwas unterworfen. (@ moderatoren: dies ist wohl nur ein Beitrag zum Pushen). Also löschen.
Die letzten zwei Zeilen halte ich für überflüssig. Der Anfang sagt es genug (@moderation: ist das ausreichend interpretierend oder braucht es mehr?) .
Man weiß ja nicht, ob man sich befeindet mit der roten Revolution. Oder der weißen. Dabei wäre Rübe ab schon genug,
Trotzki,
R
Gegenismen

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4

Monday, February 12th 2007, 1:29am

Hallo ihrs,

na, mit dem Aufleben dieses Uralt-Null-Replys hätte ich nun nicht mehr gerechnet!

Der Text ist politisch gemeint und wurde 1993 zur Zeit anläßlich des Jugoslawienkrieges geschrieben, das erleichtert vielleicht die Interpretation.

Die letzten beden Zeilen sind nicht überflüssig, sie treiben den biteren Sarkasmus des Bildes in Grund und Boden und müssen daher bleiben.

@ Rolf: Mein lieber Trotzkist, kein mod will Dir was Böses. Glaub mir.

Liebe Grüße

AE
Sammelsurium: Werkesammlung


ruelfig

Master

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5

Monday, February 12th 2007, 1:29am

RE: Gleichnis von der Unabhängigkeit

Sorry, Roland,
aber unsere Gesprächsführung geht mir auf die Nüsse (wahrscheinlich meine erste Verwarnung). Trotzdem stimmt an dem Gedicht was nicht. Wohl das mit dem Gelächter. Robespierre, Stalin, Hitler oder einfach nur Guillotine?
G, R
Gegenismen

ruelfig

Master

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6

Monday, February 12th 2007, 1:33am

Ok,
zu spät gelesen.

Druschba,
R
Gegenismen

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7

Monday, February 12th 2007, 1:35am

Was sich da kugelt sind die Splitterstaaten Ex-Jugoslawiens, sie lachen ob ihrer Unabhängigkeit. Sie kugeln sich vor Freude darüber aber in dem vielen und eigenen vergossenen Blut. Das war das Hauptmotiv dieses Gedichtes, und daher meine ich "nicht streichen".

Danke für Deine Meinung

Roland
Sammelsurium: Werkesammlung


tintenklecks

Unregistered

8

Monday, February 12th 2007, 2:25am

Also ich wäre nie im Leben darauf gekommen, dass dieses Thema Gegenstand des Gedichts ist. Knapp daneben ist auch vorbei. Uralt-Null-Reply? Ist doch keine zwei Monate her.

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9

Monday, February 12th 2007, 2:44am

Keine zwei Monate sind aber alles, was ich hier habe :D

Quoted

Dabei seit: 23.12.2006
Sammelsurium: Werkesammlung


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