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Pseudonym

Lyrisches Licht

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1

Monday, December 18th 2006, 5:48pm

Am Ufer

Ein jedes neu Berauschen
lässt meine Sinne taub
danach der Stille lauschen,
die fällt gleich feinem Staub,

als nebeltrübe Schicht
auf meiner Jugend Blüte,
denn ich vergesse nicht:
Beneide, was verglühte.

So sehr ich sie auch wasche
im inneren Gewitterregen,
so klebt an ihr noch Asche
wenn sich die Stürme legen

doch die geduckten Schilfe
sich klaglos wieder heben
ungeknickt und ohne Hilfe
in ihr uferloses Leben.

farion

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2

Monday, December 18th 2006, 7:15pm

RE: Am Ufer

Hallo der Herr Chatphilosoph ;)

Erlaube mir als erstes die ungeschminkte Wahrheit entgegen schmettern.
Ich weis es wird zu einem Bruch zwischen uns führen, aber es gibt Momente da ist pure Ehrlichkeit ein wichtiger Punkt um weiter zu kommen.

Also...

Ich bin von diesem Stück wirklich sehr beeindruckt!
Das die Gedanken, welche du so zu Papier bringst einstweilen sehr interessant sind ist für mich schon bekannt. Leider habe ich mich eben oft an deiner sehr Form gerieben. Dieses Gedicht hier ist aber im ganzen so rund, das ich mich echt Frage, welche Metamorphose du gerade durchmachst. ;)


Du hast hast das Thema gut umgesetzt, kraftvolle Emotionalität ohne ins kitschige abzugleiten. Das innere Empfinden ist gut mit sehr bildhaften Metaphern ausgekleidet.

Genug der Lobhudelei!
Ich kann eigentlich nichts störendes finden bis auf einem Punkt.

Quoted

Original vom Tao
Beneide, was verglühte


Bezieht sich diese Aussage auf die Gedanken des lyr. Ichs, oder ist es zum Beispiel ein Satz einer anderen Person, welcher zum lyr. Ich gesagt wurde.
Der Doppelpunkt eine Zeile davor will mich immer zu letzterem verleiten, irgendwie. In dem Falle will sich mir in der Letzten Zeile ein Ausrufezeichen aufdrängen. Ich weis auch nicht wieso, es ist so meine Wahrnehmung.

Ich hoffe ich komme in Zukunft in den Genuss weiterer solcher Perlen...

Liebe Grüße
Farion
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

Pseudonym

Lyrisches Licht

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3

Tuesday, December 19th 2006, 4:47pm

Danke für die Lobhudelei^^

und zu dem Punkt, der dich stört:

ich beabsichtigte auszudrücken, dass das lyr ich alles beneidet, was verglüht ist. im allgemeinen. Und angedeuet im speziellen: rauchbare Drogen (in Bezug auf das Berauschen). Denn wenn man zb Tabak raucht, so verglüht er und kaum etwas bleibt übrig, nur (fast) körperlose Asche. Wenn man nun aber etwas erlebt hat, was man am liebsten vergessen würde, und aus diesem Grund etwas raucht, so verglüht die Rauchware, nicht aber die Erinnerung (sie kommt spätestens nach dem Rausch wieder/wie Staub der fällt). Das lyr ich würde also ganz gerne auch verglühen, denn der Vorgang des Verglühens ist ja das Schöne an der Sache.

Ist nicht das ganze Leben eine einzige Metamorphose :D

viele Grüße,
Tao.

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