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deadhead93

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1

Friday, December 8th 2006, 9:08pm

kaputte Seele

Hier, siehst du?
Ich blute für dich,
mein Blut für deine Schuld.

Du liesst mich alleine,
alleine mit eintausend Fragen,
eintausend unbeantworteten Fragen.

Und was blieb mir?
Eine kaputte Seele,
eine irreparable Seele.

Ich will, dass du leidest,
so wie ich gelitten habe,
und wie ich bis heute noch leide.

Du sollst Rache spüren,
meine Rache in dir,
die ich ausführen werde.

Irgendwann,
wirst du am Boden liegen,
und ich trete zu.

So wie du
meine Seele getreten hast,
als du gingst!


Sry. Leute wenn das falsch sein sollte, nur es ist mein erster Versuch, mal ganz ohne Reime zu arbeiten und naja, ich wusste gar nicht so richtig, wie ich das schreiben sollte und i.wie nach langem hin und her ist das dabei raus entstanden.
sagt mir bitte was ich verbessern kann usw.
liebe grüße
denise
~*Kannst du mir saqen, wer ich bin?!*~

Arminius66

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2

Sunday, December 10th 2006, 4:05am

RE: kaputte Seele

Hallo,

dann möchte ich es mal wagen, Vorschläge zu unterbreiten. Im Normalfall gehe ich eigentlich immer davon aus, dass ein gedicht in seiner Form, so wie es dort steht, beabsichtigt war.
Da du aber schon fragst, was man verbessern könnte, gehe ich davon aus, dass dieses Gedicht ein Versuch war - so wie du es auch andeutest.

Nun zu meinen - subjektiven - Vorschlägen:

1.) Zahlen würde ich grundsätzlich ausschreiben, also anstatt 1000 Tausend, bzw. Eintausend. Ich finde das sieht einfach schöner aus.

2.) S3V3 "...eine Seele die nicht mehr zu reparieren ist..." würde ich so schreiben: "...eine irreparable Seele..."
Dadurch kommt die affektische Anreicherung der hier verwendeten Epanalepse besser zur Geltung - sie verwandelt sich dann sogar in eine Epipher, was den Effekt noch verstärkt - außerdem ist es dann lesbarer:

Beispiel:
Und was blieb mir?
Eine kaputte Seele,
eine Seele die nicht mehr zu reparieren ist.


Und was blieb mir?
Eine kaputte Seele,
eine irreparable Seele.


Ich hoffe du verstehst was ich meine. Durch diese Anordnung wird die Steigerung der Situation deutlicher. Eine kaputte Seele, die kaputt bleibt.


3.) Noch eine orthografische Anmerkung zur letzten Strophe:

So wie du,
meine Seele getreten hast,
wo du gingst!


hinter dem du des ersten Verses kommt kein Komma und im letzten Vers muss es als anstatt wo heißen. In seiner jetzigen Bedeutung heißt "wo du gingst" soviel wie woher du gingst, bezeichnet also den Ort und nicht die Situation oder Tat.

Ansonsten finde ich persönlich dein Gedicht sehr schön. Was ich nicht verstehe ist, dass du Schwierigkeiten beim Schreiben ohne Reime hattest. Ich persönlich finde es weentlich schwerer mit Reimen und festem Metrum zu arbeiten.

So, ich hoffe ich habe dir geholfen. Natürlich sind diese Anmerkungen subjektiv, meinem Geschmack entsprechend.
Gedanken sind wie Schnee. Frierst du sie nicht ein, dann tauen sie davon.

Die sieben Todsünden der modernen Gesellschaft:
Reichtum ohne Arbeit
Genuß ohne Gewissen
Wissen ohne Charakter
Geschäft ohne Moral
Wissenschaft ohne Menschlichkeit
Religion ohne Opfer
Politik ohne Prinzipien...

(Dalai Lama XIV.
eig. Tanchu Dhondup
geistliches Oberhaupt der tibet. Buddhisten, 1989 Friedensnobelpreis, geb. 1935)


PeachesInTheOcean

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3

Sunday, December 10th 2006, 2:40pm

Hallo Denise :)

Dein Gedicht gefällt mir. Du weißt viellecht noch, dass ich bei anderen Werken von dir oft den Reim bemägelt habe und jetzt...siehe da, ohne klappt es ja richtig gut ;)

kaputte Seele

Hier, siehst du?
Ich blute für dich,
mein Blut für deine Schuld.

Du liesst mich alleine,
alleine mit eintausend Fragen,
eintausend unbeantworteten Fragen.
->Ich muss mich da meinem Vorredner anschließen: Ausgeschrieben sieht es schöner aus, wie ich finde...

Und was blieb mir?
Eine kaputte Seele,
eine irreparable Seele.
->auch hier besser als vorher.

Ich will, dass du leidest,
so wie ich gelitten habe,
und wie ich bis heute noch leide.
->ein paar Rechtschreibfehler..

Du sollst Rache spüren,
meine Rache an dir,
die ich ausführen werde.
->das "an" gefällt mir hier nicht ganz so. Wie wäre es mit "in" ?(
ausführen klingt auch etwas seltsam in meinen Ohren...

Irgendwann,
wirst du am Boden liegen,
und ich trete zu.

So wie du
meine Seele getreten hast,
als du gingst!
->das als passt hier auf jeden Fall besser...

Mfg

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deadhead93

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4

Monday, December 11th 2006, 7:19pm

hey ihr beiden
erstmal viele dank für eure kommentare habe mich aufrichtig gefreut... hatte schon gedacht mir antwortet keiner mehr weil ich schon ziemlich lange nichts mehr gesagt habe... :D


erst mal zu dir Arminius
du hast mich gefragt wieso ich probleme beim schreiben von gedichten OHNE reime habe... das ist so: ich wusste nicht so recht wie ich die schreiben sollte...weil es hätte ja auch ein text dabei rauskommen können nun war es ein versuch und er geklappt... mal schauen ob ich mich nun nochmal i-wann an das REIMEN zurücktraue oder lieber bei sowas bleibe... scheint mir ja i-wie besser zu liegen! so wie es ankommt :D

Peaches
hey du jooa das weiß ich noch... deine beschwerden ;) habe es auf dein beten dann auch mal versucht und naja es ist ja was beirumgekommen... danke für dein arschtreten! :D


danke nochmal für eure vorschläge!
gaaaanz liebe grüße
denise
~*Kannst du mir saqen, wer ich bin?!*~

Rune

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5

Tuesday, December 12th 2006, 10:37am

Also erst mal gefällt mir das Gedicht an sich sehr gut. Besser eigentlich. Deine Strophenaufteilung mit 3 Zeilen ist übersichtlich und nicht verwirrend.
Aber eine Frage habe ich noch(auch an Peaches): Meine Rache in dir verstehe ich nicht. Rache nehmen an jemandem ist klar, aber Rache in dir... ?( wird die Rache injeziert, schiebt das lyr.ich dem lyr Du dir Rache in den ....) wie kann man Rache in jemandem ausführen??? Also wenn es um Gefühle geht, dann wir es aber nicht ausgeführt, sondern eher ausgelöst. Aber dann passt ja gar nix mehr...

verwirrend, aber ansonsten sehr gut gelungen. *Daumen hoch*

Rune
"Wie verächtlich gehen die Herrscher über Worte hinweg, die den Krieg verdammen, wie gelangweilt die Intellektuellen, weil diese Worte weder originell noch neu sind. Aber sie werden gelten, solange wir Kriege führen.
[...] Keine Zwerge auf den Schulter von Riesen werden wir sein, sondern ein Volk von Riesen, die einander viel zu schnell über den Kopf wachsen- aber wenn es drauf ankommt, schlagen wir einander den Schädel ein wie in den dunklen Zeitaltern."

Frank Schätzing >Tod und Teufel<

PeachesInTheOcean

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6

Tuesday, December 12th 2006, 9:37pm

Das "in" fand ich nur passender wegen des "spüren":

Du sollst Rache spüren,
meine Rache in dir,
die ich ausführen werde.

Das "an" klang in meinen Ohren an der Stelle zumindest etwas seltsam. Auch beim "ausführen" streubt es mir ein wenig, habe aber jetzt auf Anhieb keinen besseren Ausdruck ?( Aber das klingt so sehr mechanisch..finde ich zumindest :rolleyes:

Mfg

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deadhead93

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7

Tuesday, December 12th 2006, 10:07pm

heey

das "an" fand ich besser weil ich rache an ihm nehmen will!! und nicht "in" ihm... will ihm ja net innerlich weh tun äusserlich damit es für mich sehbar ist!
viele grüße
denise
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PeachesInTheOcean

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8

Wednesday, December 13th 2006, 5:55pm

Ich seh schon, ich werd hier leicht überstimmt ;)
Ich verstehe die Einwände schon, es war auch eher ein intuitiver Vorschlag von mir. Aber vielleicht schreibst du dann statt des "ausführen" etwas anderes? Das klingt mir irgendwie zu ...funktionell? Ich finde gerade nicht den passenden Ausdruck dafür..naja was sehr viel besseres als "nehmen" will mir allerdings irgendwie nicht einfallen :rolleyes:

Aber letztendlich ist es allein dein Gedicht, Denise, und du entscheidest, welche Vorschlöge du annehmen magst und welche nicht ;)

Mfg

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