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Einsam sitzt ein schwarzer Engel,
der vom Glauben abgeschweift
Hört von Ferne das Gedengel
als der Tod die Sense schleift.
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in der Nacht die sein Legat.
Quoted
der vom Glauben abgeschweift
Quoted
Hört von Ferne das Gedengel
Quoted
von den Wangen, die so bleich.
Quoted
weine bis an's End' der Zeit.
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Quoted
Original von PeachesInTheOcean
Hallo demon17
Metrum:
Einsam steht er in der Gasse, XxXxXxXx
dicht beim Tor zur Unterwelt. XxXxXxX
In der Hand hat er Erlasse, XxXxXxXx
wer nun zu den Toten zählt. XxXxXxX
Lange Listen voller Namen XxXxXxXx
derer, die im Sterben liegen. XxXxXxXx
Jammervolle Abschiedsdramen, XxXxXxXx
weil sie doch das Leben lieben. XxXxXxXx
Langsam schreitet er zur Tat. XxXxXxX
Leise klingen seine Schritte XxXxXxXx
in der Nacht die sein Legat. XxXxXxX
Sorgsam setzt er seine Schnitte. XxXxXxXx
Tiefe Wunden bluten lange. XxXxXxXx
Todesschreie trägt der Wind. XxXxXxX
Fast hört er nicht mehr am Klange, XxXxXxXx
ob es Greis ist oder Kind. XxXxXxX
Einsam sitzt ein schwarzer Engel, XxXxXxXx
der vom Glauben abgeschweift XxXxXxX
Hört von Ferne das Gedengel XxXxXxXx
als der Tod die Sense schleift. XxXxXxX
Rote Tränen rinnen langsam XxXxXxXx
auf den Weg zur Ewigkeit. XxXxXxX
Jede Träne ist wie Balsam XxXxXxXx
für des Engels Seelenleid. XxXxXxX
Langsam nähert sich der Schnitter, XxXxXxXx
müde ist der Sensemann XxXxXxX
und der Engel schaut so bitter: XxXxXxXx
„Nun Herr Tod bin ich wohl dran?“ XxXxXxX
Sanft streicht Meisters Hand die Tränen XxXxXxXx
von den Wangen, die so bleich. XxXxXxX
„Wohl gefällt es mir Dein Sehnen XxXxXxXx
nach dem dunklen Schattenreich. XxXxXxX
Darum lass ich Dir das Leben, XxXxXxXx
weine bis an's End' der Zeit. XxXxXxX
Geb Dir meinen Todessegen, XxXxXxXx
auf dem Weg zur Ewigkeit!“ XxXxXxX
Sauberer 4 hebiger Trochäus, klingt sehr schön. In den letzten 6 Strophen hast Du sogar den strengen Wechseln von weiblicher und männlicher Kadenz eingehalten.
Reime:
Strophe 1: "zählt" - "Welt" : das ist leider ein unsauberer Reim.
Strophe 2: "liegen" - "lieben" : auch unsauber
Strophe 6 : "langsam" - "Balsam" : reimt sich doch gar nicht![]()
Leise klingen seine Schritte
Quoted
Quoted
in der Nacht die sein Legat.
Den Satz versteh ich nicht?! Ist der überhaupt vollständig?
Quoted
(@Puck: Legat ist übrigens ein Gesandter)
Quoted
der vom Glauben abgeschweift
Naja, zum Metrum und Reim etwas "hingebogen", aber das fällt hier nicht so sehr negativ ins Gewicht. Und ein Komma muss meines Erachtens noch an das Ende des Verses.
Quoted
Hört von Ferne das Gedengel
Hier auch ein Komma.
Quoted
von den Wangen, die so bleich.
Dichterische Freiheit!
Quoted
Hier fehtl wieder die Form von "sein".
Quoted
weine bis an's End' der Zeit.
Der Tod spricht natürlich eine altertümliches, stark akzentuiertes Deutsch. Insofern ist mir das Versmaß da ganz recht.
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Hier würde ich statt des Oznktes ein Komma setzen..oder ein Ausrufezeichen. Und "End'" ist wohl auch etwas zum Metrum hingebogen.
Quoted
Das Wort "Gedengel" kannte ich vorher auch nicht. Habe aber nachgesehen und ich finde von der Bedeutung passt es hier auf jeden Fall.
Ich dachte zuerst dein Gedicht wäre zu lang, aber es wirkt fast wie Prosa und liest sich auch so leicht. Also inhatlich recht gut verständlich. Nur mit der 6. Stroph hab ich etwas Probleme. Wieso weint der Engel, wenn er eh schon vom Glauben abgekommen ist? Oder weint er gerade deswegen? Aber ist dann nicht doch ein wenig Hoffnung vorhanden? Sonst würde er doch in den ZUstand der Gleichgültigkeit übergehen. Oder beweint er dei "Abschiedsdramen" der ganzen anderen? Die ihn aber eigentlich erfüllen, weil er auf die dunkle Seite abgekommen ist? Oder ist es eher eine Art Akt der Befreiung? Weinen als Ventil der Trauer?
Mfg
Die Metapher der roten Täne, steht für selbstverletzendes Verhalten. Die wichtigste SVV-Selbshilfeseite im Internet heißt meines Wissens so. Die Metapher ist eigentlich schon abgedroschen, andererseits versteht sie immer noch nicht jeder. Der kleine Engel empfindet ein befreiendes Gefühl, wenn er/sie sich oberflächliche Schnitte zufügt. Weinen steht insofern für bluten.
Auf das freiwillige Opfer der Lebenskraft und die ruhige Erwartung des nahenden Todes beruht dann auch dessen Symphatie. Ein Hauch von Seelenverwandschaft zwischen dem Tod und dem der ihn sucht.
Ich schau noch mal nach den Kommas,
vielen Dank für Deine qualifizierte Kritik.
lg
demon17
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Zumindest hört es kein sauberer Reim, soweit ich das beurteilen kann. Welt - Zelt würde allerdings gehen.

Quoted
in der Nacht die sein Legat.
Wobei es bei dem fehlenden "sein" noch geht...
Quoted
Der Tod spricht natürlich eine altertümliches, stark akzentuiertes Deutsch. Insofern ist mir das Versmaß da ganz recht.


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Original von demon17
also ich befinde mich mit dem Hinbiegen ja in bester Gesellschaft und lang-sam und Bal-sam, da reimt sich die letzte Silbe definitiv. Mach Dir nichtsa draus, das Du die Metapher nicht kanntest, so etwas ist dann schon ziemlich szenegebunden bzw. typisch.
Es muss ab demletzten betonten Vokal gleich klingen. Und bei Balsam und langsam ist das jeweils die erste Silbe. Es sei denn ich irre jetzt total 
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Original von demon17@PeachesintheOcean,
das mit dem Vokal ist mir neu. Mir reicht die letzte Silbe.

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Ich halt eh nicht viel von der "Allmächtigkeit" von solchen bekannten Autoren 
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