Apfeltorte
Apfeltorte
Tante Erna liebte ihre Apfeltorte
stets sprach sie dazu die Worte
"Apfeltorte ist mein ganzes Glück
Jungchen beiß doch ab ein Stück."
Und sie drückt mich in den Busen,
meine Nase steckt in ihrer Blusen.
dass ich ganz in Apfel eingetunkt
brachte sie mich auf den Punkt
meiner zarten Jünglingsblüte.
Und wie sehr ich mich auch mühte
niemals hab vom Kuchen ich gegessen
So war ich von ihr besessen.
Ich schau demnächst mal wieder rein
Tante Renate
die alte Granate
und Tante Kethe
die alte Rakete
in knapper Montur
die reinste Tortur
"Für Torte nur",
so war ihr Schwur
am Tele ohne Schnur
doch keine Spur,
auf weitem Flur
bin ich am suchen:
"Noch nichtmal Kuchen"
hörn sie mich fluchen
"Das Gebäck verbrannte"
sagt die eine Tante
und die andere Verwandte
die mich "Kleiner" nannte
und schon immer kannte
tröstet mich ohne Erbarmen
in ihren bestimmten Armen
im Dunklen, im Warmen.
RE: Apfeltorte
Hallo Saadi,
danke für das lustige Gedicht. Ist zwar ein bisschen "reim dich oder ich fress dich" und etwas holperig, aber nett zu lesen wie der Junge Appetit auf etwas ganz anderes bekommt. Außerdem inspirierte es mich - ähnlich wie Tao - zu diesem hier (auch nicht sonderlich kunstvoll)
Die traurige Geschichte von Onkel Arthur
Mein Onkel Arthur (von drüben)
Pflanzte im Garten auch Rüben
Und backte - mir fehlen die Worte-
Die leckerste Rüblitorte.
Doch kam ich dann zu Besuch
da tötet Nikotingeruch
den Geschmack und die Sympathie
umarmen durft´ er mich nie.
Er hätte dies gerne getan
Onkel Arthur war auch nur ein Mann.
Ich war zwar süß doch nicht dumm
Und nahm ihm das ehrlich krumm
So wurde nichts aus dem Kuchen
Denn wollte ich ihn versuchen,
Hätt ich ihn knutschen müssen
Doch Raucher mocht ich nicht küssen.
Mit der Wende verändert sich viel
Mit Tochter zog Arthur nach Kiel.
Rauchte weiter wie ein Schlot
Bis der Lungenkrebs brachte den Tod.
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