Hi da draußen.
Ich schreibe weil es mir einfach Spaß macht, weil ich andere an dieser Lust und Freude daran teilhaben lassen möchte.
Schönen Start noch in die neue Woche.
rolf
Geisterstunde in der Küche
Wenn zwölfmal „bimmeln“ - die Glocken in der Nacht,
die „andre“ Welt für kurz erwacht.
Dann dürfen auch die Geister spuken,
durch dunkle Gänge Namen rufen.
Selbst in den Küchen mancher Leute,
die „Dinge“ hörten dass Geläute.
Erweckt zur vollen Geisterstunde,
ist man bereit zur „Küchenrunde“.
Zum Küchenblock, sprach stumpf die Reibe,
„ich krieg nen Koller - wenn ich bleibe.
Ständig Gurken und Karotten,
lassen meine Messer mir verrotten.“
Auch das Sieb am Küchenhaken,
hört man leise sich beklagen.
„Gesiebte Luft, ob kalt ob heiß,
jeden Tag der gleiche Sch…ß.“
Auf dem Gewürzregal gleich hinten links,
der Knoblauch sagt“ es reicht - mir „stinkt´s“.
Ich hab nichts gegen fremdes Kraut,
doch der Gestank hier, geht auf keine Haut.“
Und auch der Senf, der scharfe - gute,
quetscht seinen Beitrag aus der Tube.
„Seit Wochen schon halb ausgedrückt,
lieg ich hier rum, ich werd verrückt.“
Der Herd mit einer Platte spielt,
dabei recht keck zum Kochtopf schielt.
„Ich liebe Dich“ hört man ihn stöhnen,
„komm lass mich dich - recht heiß verwöhnen.“
Mit gepolter und Getöse,
meldet sich, nun die Fritteuse.
„Alt und ranzig fühl ich mich,
seit Wochen schon, riech ich nur Fisch.“
Esswerkzeug, genannt Besteck,
klappert lautstark im Versteck.
Gabel, Löffel selbst die Messer,
hört man klagen „einst war´s besser.“
Mister „Coolschrank“, alt und fleckig,
große Fächer, innen dreckig.
„Irgendwie ist´s mir so warm
hab vielleicht ein Leck im Darm?“
Quirl und Besen noch benommen,
wurden heut mal ran genommen.
Quirlig durften beide rühren,
ständig sich im Topf berühren.
So geht es dann, ne volle Stunde,
jede Nacht zur „Küchenrunde.“
Laute Stimmen, Leben pur,
die Glocke schlägt, es ist ein Uhr.
Es wird nun ruhig im Küchenzimmer,
man hört kein Wispern, kein Gewimmer.
Vorbei der Spuk für diese Nacht,
der neue Tag auch bald erwacht.