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farion

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1

Wednesday, July 12th 2006, 8:33pm

typhus


TYPHUS

Schaut auf mich herab
Denn ich bin ein Nichts
Wertlos ist mein Name
Hässlich mein Gesicht

Seht in meine Augen
Ihr erkennt in mir
Zerbrochene Hoffnung
So zu sein wie Ihr

Richtet nicht mein Leben
Ihr fändet nur die Leere
Und Verachtung dessen
Was ich so gerne wäre

Genießet das Schicksal
So lange ihr noch lacht
Vielleicht habt ihr euch bald
Zu meinesgleichen gemacht


Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

This post has been edited 1 times, last edit by "farion" (Jul 13th 2006, 6:20pm)


Ty Dario

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2

Wednesday, July 12th 2006, 8:37pm

Hallo Farion,

ich muss sagen, dass mir deine Sachen gefallen. Du bringst auf den Punkt, was du sagen willst.

Hier und da "versaut" (entschuldige) ein Silbe zuviel die Metrik ein bischen, aber inhaltlich fühle ich mich durchaus angesprochen, weil du die gleiche Art von melancholischem Selbsthass wie ich aufbietest, der trotz allem von einem starken Glauben an sich selbst beseelt ist.

Kompliment. Find ich sehr schön.

Ty
Eine Maus in einer Erdbeere
Im Weg

"Manchmal habe ich schon Bock, auch andere Spieler einzusetzen. Aber am Ende spielen doch immer wieder die gleichen Arschlöcher."
John Toshack (Fußballtrainer)

farion

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3

Thursday, July 13th 2006, 2:25pm

Vielen Dank TyC,

jaja, das mit der Metrik wird wohl immer ein Problem für mich sein.
Ich kämpfe damit schon seit langem.
Vieleicht muss ich einfach meinen eigenen Rythmus akzepieren...
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

Ty Dario

Master

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4

Thursday, July 13th 2006, 2:44pm

He Farion,

schau doch mal hier:

Thema Metrik 1
Thema Metrik 2
Thema Metrik 3

Ist alles sehr schön gemacht und man kann viele interessante Dinge für die eigene Arbeit rausziehen.

viele Grüße


Ty
Eine Maus in einer Erdbeere
Im Weg

"Manchmal habe ich schon Bock, auch andere Spieler einzusetzen. Aber am Ende spielen doch immer wieder die gleichen Arschlöcher."
John Toshack (Fußballtrainer)

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Bachbluete

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5

Thursday, July 13th 2006, 3:16pm

Hallo Farion

Dein Gedicht gefällt mir richtig gut.

Nicht zu kurz und nicht zu lang.

Für mich alles drin.

Einen schönen Tag

Bachbluete

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6

Thursday, July 13th 2006, 3:47pm

Als (deutsch) Typhus (von gr. typhos Dunst, Nebel, Schwindel), auch Bauchtyphus oder typhoid fever genannt, werden schwere fieberhafte Infektionskrankheiten bezeichnet, welche meist mit Durchfall verbunden sind und durch Salmonellen (Salmonella enteritica Serovar typhi) hervorgerufen werden. Unbehandelt sind die Krankheiten gefährlich und können zum Tod führen. In Deutschland und Österreich sind sowohl ein Verdacht als auch Erkrankung und Tod an Typhus meldepflichtig.
(wikipedia)

Also stellt sich mir die Frage, was dein Gedicht mit deiner Überschrift zu tun hat. ?(
Da kommt dann die Frage, ist das Lyr. Ich der Typhus selber?, oder ist die Person selbst an diese Krankheit erkrankt und sagt sich, ich bin zwar hässlich, aber ihr werdet noch sehen, wer am längeren Hebel sitzt.
Die Frage ist dann wirklich was willst du mit deiner Überschrift im Gesamtzusammenhang ausdrücken. das Gedicht ist klar, aber ich bin immer noch am rätseln, wie es mit der Überschrift zusammen passt. ?(
Dazu kommt, dass es diese Krankheit nur in der Dritten Welt gibt. Ich glaube aufklärungsbedarf ist hier doch mal nicht schlecht.

Einen schönen Tag noch

Faithlight
~Glaubenslicht~

farion

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7

Thursday, July 13th 2006, 5:21pm

Hallo Faithlight,
endlich mal ein Forum welches sich auch inhaltlich mit meinen Gedichten auseinadersetzt. [im Dreieck spring, Eistüten verschenk] :]

Als erstes muss ich erklären, das ich die Mehrheit meiner Gedichte dem Zwang unterwerfe, eine Überschrift aus nur einem Wort zu besitzen.
Das funktioniert im allgemeinen ganz gut. Is andereseits gelegentlich ein großes Hinderniss.

Die Überschrift beschreibt erstmal nur die Metapher einer Krankheit. Das lyr. Ich fühlt sich ausgestoßen und unterdrückt aufgrund seines "abnormen Wesens(Charakter,Schicksal...)". Er weiß aber auch das dieses "Wesen" auch andere befallen kann. Insofern gleicht es dem Gefühl ein ansteckende Krankheit zu besitzen. Ich dachte da an den Umgang mit der Lepra in Mittelalter.

Allerdings ist Lepra kein gutklingendes Wort und es fällt schnell die Asoziation zu den entsprechenden Witzen. Typhus ist da im Klangbild wesentlich spitzer und giftiger. Bei Tollwut (was auch gut auf der Zunge liegt) denkt mann aber sofort an wilde Hunde. Das passt aber nicht ganz zum lyr. Ich. Aids ist dan ein Schlüsselbegriff, der die Intension aus dem Gedicht reist und die Beachtung nur auf die Krankheit selbst lenkt.
Vieleicht fällt mir ja noch ein zusammengesetztes Wort mit "Pest" ein.

Da die ursprüngliche Version inhaltlich etwas anders geschrieben war, wollt ich Diese hier anders benennen. Mangels passender Idee bin ich aber bei Typhus geblieben.

BTW: Wikipedia weiß leider nicht auf alles eine Antwort ;)


Hallo Bachbluete,
danke für die Blumen.


Grüße Farion
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

resumee

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8

Thursday, July 13th 2006, 5:58pm

Es ist sicherlich nicht so, dass nur die Lepra im Mittelalter zu Aussatz führte, heute wird man mit Typhus auch auf einer Isolierstation behandelt, das ist im Grunde nur die moderne Variante.

Insofern meine ich, ist es egal, welche ansteckende Krankheit Du im Titel anführst.

Im Grunde geht es um Andersartigkeit. Ein Mensch, der sich nicht in der Gruppe anpasst, wird stigmatisiert und ausgegrenzt.

Zerbrochne Hoffnung
so zu sein wie ihr

Aus der Sicht des Protagonisten ist er an einem Endpunkt seiner Isolation angelangt, von dem ihn nur noch der Tod ( zum Tode führende Krankheit Typhus) erlösen kann.

Wann hat er und warum die Hoffnung verloren?

Deutlich wurde aus dem Geschriebenen nur, dass es sich hierbei um einen Menschen ohne Selbstwert handelt (Nichts).

Das was diesem Menschen passiert ist, kann aber auch jedem anderen passieren, also etwas Schicksalhaftes, Unausweichliches.

Gern gelesen,

resumee
Dies ist wohl der Fels, an dem die Besten scheitern, indem sie aufhören zu lieben, wenn sie beginnen zu erkennen.
Wohl jedem, der Erkenntnis errungen und Liebe bewahrt! (Dante)

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9

Thursday, July 13th 2006, 9:24pm

Hi.

Und wenn du als Überschrift kein Nomen sondern ein Verb nimmst? Was vielleicht nicht so Differenziert klingt, wie z.B. :

*Ansteckend (allg. auf deine Intension)

*Hoffnungslose Pest (hier auf deine Pest bezogen und auf die Hoffnungslosigkeit der Situation)

Aber ich muss schon sagen, die Pest ist ein interessantes Thema hinterlässt ja auch Narben:

Quoted

Hässlich mein Gesicht


Kann man ja auch dann hierdrauf schließen. Sind nur Vorschläge, obwohl Pest ist ein großes Gebiet. ?( Ich werd alt.... ich hab auch schon mal bessere Vorschläge gemacht ;(

Naja, ich wünsch dir auf jedenfall noch einen schönen Abend

Faithlight y)

P.S. Kennen wir uns?
~Glaubenslicht~

farion

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10

Friday, July 14th 2006, 1:27pm

Quoted

Wann hat er und warum die Hoffnung verloren?

Das weiß er selbst nicht so genau,resumee. Diese Antwort findet sich warscheinlich in einem anderen Gedicht. ;)


Quoted

P.S. Kennen wir uns?

Wer weis, Faithlight, vieleicht aus einer anderen Zeit, aus einer anderen Welt.
Das Schicksal ist da sehr launisch! =)
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

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jonny

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11

Friday, July 14th 2006, 3:12pm

RE: Typhus

hallo farion,

muss zu geben das mir dein gedicht wirklich sehr gut gefällt. es bestitzt so einen gewissen leseflus. es lässt sich quasi von den rippen lesen ;) die strophen passen super zu einander und der inhalt kommt klar raus. daumen hoch

in liebe, tipZy

farion

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12

Friday, July 14th 2006, 3:55pm

Hallo tipZy,

ich habe etwa 4 Jahre an diesem Gedicht gearbeitet, natürlich nicht durchgehend und meistens lag es auf Halde, aber insofern könnte man schon behaupten, ich hätte es mir aus den Rippen geschnitten. Das ist um so erstaunlicher, als das sich nicht sehr viel aus meinen Rippen schneiden lässt :D
Ich bin auch froh, das der Lesefluss eingermaßen stimmt, man kann sowas über die Zeit ganz schnell kaputtdichten.

Danke fürs Kompliment
Farion
Omnipräsenter Orthodoxer Orthografie Oligarch

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