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Date of registration: May 29th 2006

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Wednesday, June 7th 2006, 11:48pm

Das Funkel, oder: Die Uhrentstehung.

Das Funkel
oder: Die Uhrentstehung.

I
Ein Ur schnitt sein Furunkel
(hinfort war es ein Funkel)
hinfort, hinein ein Loch.

Es tat es dann, ganz unverwandt,
an einem Nagel an die Wand.
Doch war das Funkel furchtbar schwer
und hing nach Kurzem schon verquer.

Mitunter lag es gar am Grund,
da schlug es neuen Nagels Stund’.
Und war der Funkelnagel neu,
schien auch das Funkel nagelneu.

II
Dadurch gelockt erschien ein Tor
und griff das Ur an seinem Ohr,
entfernte dort das kleine h.

Mit diesem wurde es durchbohrt:
das Ur — es war ein glatter Mord.
Der Tor hingegen rief: „Haha!“

Und als das Uhr er, ohne Scham,
(indem er’s h als Nagel nahm)
beim Funkel in die Wand gehämmert,
ging er heim — nun ganz umdämmert.

Ebenso erging’s dem Funkel,
diesem nämlich war nun dunkel,
zwischen Uhr und Wand geklemmt
war’s in seinem Tun gehemmt.

IV
Und das ist es noch.

III
Was für ein Skandal:

Dem Funkel nicht die Flucht gelingt,
(ein Ticken nur nach außen dringt)
verzweifelt hin und her sich rollt’s.
Das Uhr jedoch war ganz aus Holz.

Und manchmal klingt ein Seufzen an,
des Funkels Klage hört man dann,
zuweilen gar zwölfmal.

This post has been edited 1 times, last edit by "jobstYheitzig" (Jun 7th 2006, 11:50pm)


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