Frühlingsgefühle
Frühlingsgefühle
Ein großes Vieh, sah ich da stehn,
alleine auf einer Wiese.
Ich wollte gerade weiter gehen,
„ Halloooo“ sprach Sie: „ ich bin die Liese.“
Ich sah mich um, und glaubte es kaum.
Ne Kuh stand da am Weidezaun.
Genüsslich wiederkäute Sie das Gras,
hob Ihren Schwanz – und gab auch Gas.
Konversation betrieb Sie –
aber echt vom Feinsten,
von Ihren Sorgen und Problemen muhte Sie.
Auch vom allerkleinstem.
Vom Heu was heuer fetter schmeckt als letztes Jahr,
und von dem Kalb,
was Trulle gestern auch gebar.
Dabei glotzte Sie mich an,
halt wie ne Kuh,
und blinzelte mir mit den Augen zu.
Ich stand nun da,
es war, wie ein Traum.
Ne philosophierende Kuh –
am Weidezaun.
Die Sonne schien mich arg zu necken,
den überall, an allen Ecken,
war ein gesummse und ein Gewühle,
es war die Zeit der Frühlingsgefühle.
r.g.belle