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LinusKane

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1

Tuesday, May 27th 2003, 9:22pm

herbst

herbst

vom baum herabfallend
schweben sie getragen
von stimmen im wind

doch warte
sieh da

sie schimmern schon golden
im schwachen sonnenlicht
beschrieben mit einem hauch
aus wasser und luft geformt
gleiten sie zu boden
Ich hab ein Schloss aus Wolken und Luft gebaut
Den Sommerregen und den Mond hab ich auch geklaut

Marot

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2

Tuesday, May 27th 2003, 11:55pm

Hm, sehr anschaulich methaphorisch exzelent beriebener laubfall.
Aber es reicht mir einfach nicht.
Du beschreibst wunderbar, aber daraus könnte man viel mehr machen.
Zum einen könntest du der Form noch mehr beachtung schenken, zum anderen lässt sich da Inhaltlich noch mehr draus machen.
Zum beispiel beschreribe was geschiet wenn sie auf dem Boden aufkommen ....
Geld ist teuer!

Heilige Johanna der Schlachthöfe / Bertholt Brecht

LinusKane

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3

Wednesday, May 28th 2003, 2:46am

also... in meinem gedicht geht es nicht nur um laub. die form ist so gewollt. ich weiß nicht genau, was du für eine erwartung von gedichten hast... aber meine sind bestimmt anders als die, die du schreibst/liest/magst. ich möchte, dass sich der leser selber etwas beim lesen denken soll. meine gedichte sind etwas hintergründiger. es ist halt etwas anderes. mir geht es nicht um form und metaphorik. mir geht es um das ganze gedicht. es muss sich nicht unbedingt so super-romantisch und verträumt oder verspielt anhören. es soll hauptsächlich einen inhalt haben, den jeder für sich selber ergründen muss. als ich dieses gedicht schrieb, dachte ich zum beispiel an sprache, worte, briefe, blätter, etc...
auch der schluss ist ok so, denke ich, da ich nicht eindeutig sagen möchte, was am boden passiert. mögliche enden: jemand tritt auf die blätter, jemand fegt sie weg, oder jemand sammelt sie auf und bastelt damit etwas oder was weiß ich...
ich finds recht schade, dass ich das jetzt alles erklären muss, aber wenn es nicht anders geht... sorry, aber DAS ist mein gedicht...

schönen gruß,

linus
Ich hab ein Schloss aus Wolken und Luft gebaut
Den Sommerregen und den Mond hab ich auch geklaut

This post has been edited 1 times, last edit by "LinusKane" (May 28th 2003, 2:48am)


Marot

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4

Wednesday, May 28th 2003, 7:18pm

Hm, ich weiß sehr wohl das das dein gedicht ist, und ich muss ehrlich sagen ich bin etwas verärgert.
Ich hocke hier und lese mir dein gedicht durch, lese es nochmal und denke darüber nach.
Was ich dann von dir zwischen den zeilen als antwort lesen muss ist, dass ich anfangen sollte zu denken, und kein recht hätte über dein gedicht zu urteilen.
falsch, das habe ich sehr wohl, denn du hast es der öffentlichkeit zum lesebn gegeben.
Was du dir dabei denkst wenn du das gedicht schreibst ist schön und gut, aber nur weil ich eine andere Ansicht vertrete ist das noch längst nicht schade.
Glaubst du goethe wäre mit den ganzen haarsträubenden interpretationen seiner Gedichte einverstanden?
jeder sieht und Interpretiert ein gedicht anders und selbst der schreiber hat nicht das recht absoluten wahrheitsanspruch seinem gedicht gegenüber zu beanspruchen.

Nun gut ich werde dir nochmal nahe legen was ich bei diesem gedicht gedacht habe. ich hielt es erst nicht vernötig, da mein Vorschlag eigentlich alles sagt, aber bitte:

Für Mich sind die blätter in deinem text methapher für das leben selbst.
Es fällt unaufhörlich und verursacht dabei eeine unändliche schönheit welche sich in deiner Sprache widerspiegelt.
das ganze leben ist also ein fall. Eigentlich negativ konnotiert, aber dieser fall sit es der alles ausmacht.
was abewr bleibt wenn das blatt gefallen ist?

So, ich lasse mir nicht nachsagen ich würde mir keine gedanken machen.

Meiner interpretation nach würde es also Sinn machen genau diesen vorgang noch zu beschreiben. was passirt wenn das blatt auf dem Boden liegt, ist es nicht genau diese Frage die uns unser ganzes leben verfolgt?

dennoch ich wüerde gerne hören wie du deinen Text interpretierst, vieleicht kann ich daraus noch etwas anderews ziehen, aber nur mit meiner wahrnehmung ist das nicht möglich
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LinusKane

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5

Wednesday, May 28th 2003, 8:17pm

hey, tut mir leid!! ich habe dich mit wem verwechselt. ich dachte, du wärst der forummoderator, der mir schon zwei meiner gedichte gelöscht hat, weil er meinte, sie wären nicht gut, oder was weiß ich.. zu kurz oder irgendwie sowas...
das war auch der grund, warum ich so gereizt reagiert habe. es ist selbstverständlich jedem selbst überlassen, was er von einem gedicht hält. ist doch klar! sonst wärs ja wie in der schule... ;-)
aber, ein-zwei dinge muss ich noch sagen:
1. ich denke sehr wohl, dass der schreiber das recht hat, absoluten wahrheitsanspruch auf sein gedicht zu beanspruchen. weil nur er es geschrieben hat und das mit einem gewissen hintergrund. mag sein, dass das andere nicht so sehen, aber trotzdem ist das gedicht ein teil seines innenlebens und daher weiß auch nur er wirklich, wie es zu deuten ist.
2. du hast geschrieben: "Hm, sehr anschaulich methaphorisch exzelent beriebener laubfall.
(...) zum anderen lässt sich da Inhaltlich noch mehr draus machen." du hast nicht von dem leben oder irgendwas erwähnt. was du geschrieben hast klingt so, als würdest du keinen hintergrund darin erkennen. und da muss ich ja wohl was zu sagen...
und die frage, was passiert, wenn das blatt auf dem boden liegt, habe ich, wie schon erwähnt, bewusst offen gelassen, weil es so viele verschiedene möglichkeiten gibt, dass ich es nicht sagen kann... jeder soll seine eigene lösung finden.

so.. in dem gedicht geht es darum, dass die blätter (beschrieben mit wörtern, worten, metaphern, gedichten,...) zu boden sinken scheinen. sie scheinen ihre pracht, die sie am baum hatten, zu verlieren, da sie von ihm abgestoßen werden. doch dann strahlen sie golden in der sonne, erscheinen also anders schön als vorher, bis sie zu boden fallen. jetzt kann man sich überlegen: was passiert mit den blättern? werden sie kunstvoll verwendet? mit ihnen ein text, ein gedicht, oder ein brief geschreiben? oder doch zertreten und vergessen? oder geschieht etwas ganz anderes mit ihnen? das ist für jeden eine individuelle entscheidung.
das ist grob meine interpretation meines gedichtes.

hoffe, du kannst damit was anfangen... tut mir leid, dass ich so gereizt reagiert habe, hatte es echt nicht so gemeint.
schönen gruß,
linus
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Marot

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6

Wednesday, May 28th 2003, 8:26pm

Alles klar, kein Problem.
Das mit dem wahrhietsanspruch war vor allem so gemeint, das es für ein Gedicht nicht nur eine Interpretation gibt, sonderrn unendlich viele. genau das gefällt mir so an gedichten.
Vo kurzem hat mir jemand gesagt eines meiner gedichte würde den frühling rpresentieren, dabei wollte ich die Liwebe zu einer frau ausdrücken. ich habe es dann nochmal gelesen, und festgestellt das man es auch so interpretieren kann. So etwas finde ich reizvoll. Ein gerdicht was in den gedanken der leser über den Schreiber hinauswächst...
wie auch immer...
Ok alles klar , freue mich auf weitere texte von dir.
Ach ja ich hätte gleich meine Interpretation bringen können, da hast du recht, war ein fehler von mir.
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Amelie

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7

Thursday, May 29th 2003, 2:07pm

Hey Linus (erstmal Kompliment für eure tolle Musik, ich finds klasse :-)),
Desweiteren kann ich mir nicht vorstellen, dass auf diesem Forum jemals ein Mod Gedichte gelöscht hat, bloß weil sie nicht gut genug waren.
Das würde dem Ruf von gedichteforen total entgegensprechen.

Ich finde eure kleine *Auseinandersetzung* sehr interessant und mir gefallen die vielen Möglichkeiten die ihr gemeinsam aufzeigt. Das Inspiriert ungemein und ich finde es super, dass hier Leute anwesend sind, die sich nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen und sich noch die Zeit nehmen, ordentlich zu Kommentieren (wenn auch mit leichter Rechtschreibschwäche *marot zuzwinker*,.. aber die Worte so zu schreiben wie du es tust, ist ja schon ne Kunst für sich *gg*).

Linus, mir gefällt sehr gut, wie du diesen Blätterfall beschrieben hast. Allerdings hätte auch ich mehr an normale Blätter von einem Baum gedacht, als an beschriebene.

Die seichte Sprache passt wunderbar zum Thema und mir gefällts, auch wenn die Form relativ eigen ist.

Liebe Grüße
Amelie

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