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hera dam

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1

Tuesday, March 28th 2006, 9:59pm

Redensarten (9) zu "kommen und gehen"

Assoziationsketten sind oft erstaunlich wendig und bringen Gedanken hervor, die man anfangs nicht beabsichtigte oder vermutete. So ging es mir beim Lesen des Gedichtes von Belgarath.
Ich nahm den Faden auf und verknüpfte diese Verben "Kommen und Gehen" mit Redewendungen - man merke auf RedeWENDUNGEN! - im Gegensatz zu RedensARTEN - da muss ich nochmals über die Bücher!



Redewendungen zu „kommen und gehen“ (2)

Sonderling und
Sonderline
Kommen
Komet
Kommet
Kinderlein
Wie’s kommt, so wird’s
gefressen

NEIN!!!

Wie’s kommt, so
kommt’s
so geht’s
so geht’s nicht
sie geht
um den Brei herum
es geht
auf den Wecker
er geht
wie auf Eiern

er ging
sie ging
es kam

sie geht
er musste gehen
es musste gehen
es geht






Redensarten zu „Kommen und Gehen“ (1)

Sonderling und
Sonderline
kommen

er – nicht er – sie – nicht sie – es – nicht es
… Kinderlein kommet

Wie’s kommt, so wird’s
gefressen

NEIN!!!

Wie’s kommt, so
kommt’s

Seitdem
geht Sonderline
um die Eier herum

Sonderling
auf den Wecken

Es
geht beiden
auf den Wecker

Beide gehen
wie auf Eiern

Brüll
Das Kind ist wieder wach
Das Ei weiterhin flach

Von vorne
neu

Von hinten … hm
… auch neu

Es spriesst der Frühling,
alles neu macht der Mai!
hera dam©

Meine Privat-Lektüre (Juli 2010):

Arthur Honegger "Die Fertigmacher"
Robert Gernhardt "Was das Gedicht alles kann: Alles"
"Komische Geschichten" versch. AutorInnen, Aufbau Verlag
Urs-P. Twellmann "Arbeiten mit Holz"


Elytis "Orientierungen", p. 122:
"Deute, strebe, begreife:
Auch von hinten besehen
Bin ich der gleiche"

This post has been edited 2 times, last edit by "hera dam" (Mar 28th 2006, 10:00pm)


Belgarath

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2

Wednesday, March 29th 2006, 11:14am

Interessant

auch das passierte ähnlich, wenn wir solche Assoziationsketten aufbauten. So was geht zwar schlecht im Internet, aber ich denke, es könnte ungeheuer fruchtbar sein, wenn 10 Autoren/-innen mit Head-Sets solche Assoziationsketten aufbauen, unmittelbar auf die Stimme und Worte des Vorgängers reagierend. Da könnten eine Menge Ideen und ganz neue Texte geboren werden.....
Der Rest ist Schweigen, das könnte euch so passen....

hera dam

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3

Wednesday, March 29th 2006, 10:22pm

RE: Interessant

Bravo - mich interessiert es nämlich,dass lebhaft, autentisch und empfindungsreich geantwortet wird auf die Beiträge, dass Inhalte und Ideen aufgenommen und weiterverarbeitet werden, wie hier geschehen im eigenen gesteckten Rahmen einer Aufgabenerfüllung z.Bsp.. Auch aktueller Bezug (auch alte Gedichte umgedichtet, neu erfasst etc.), Selbsterfahrung beim Dichten, Umgehen mit den Angeboten. Ich denke, man braucht nicht unbedingt ein anderes Medium dazu - es könnte sein, dass das kostenmässig und vom Aufwand her ein Gedichteforum sprengt.
Wäre doch schön, wenn 10 AutorInnen das "Kommen und gehen" experimentell aufgreiffen würden. Vielleicht eine Assoziationskette schrieben und darauf folgend ein eigenes Gedicht daraus gestalteten.

hera dam
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Arthur Honegger "Die Fertigmacher"
Robert Gernhardt "Was das Gedicht alles kann: Alles"
"Komische Geschichten" versch. AutorInnen, Aufbau Verlag
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Elytis "Orientierungen", p. 122:
"Deute, strebe, begreife:
Auch von hinten besehen
Bin ich der gleiche"

Belgarath

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4

Wednesday, March 29th 2006, 10:26pm

Ich habe zwar Zweifel

ob das geht, aber die Idee gefällt mir nicht schlecht. Vielleicht kann man das sogar mit anderen Wörtern, oder ganzen Sätzen machen....
Der Rest ist Schweigen, das könnte euch so passen....

hera dam

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5

Wednesday, March 29th 2006, 10:56pm

RE: Ich habe zwar Zweifel

Also, Zweifel haben, ist keine Redewendung!

Etwas kann ausser Zweifel stehen
Du kannst etwas in Zwefel ziehen
oder in Zweifel über etwas sein, sogar
in Zweifel bleiben - d.h. einen sehr unstabilen Zustand tolerieren.

aber Zweifel haben - das bedeutet wohl (neu): daran zu verzweifeln
und das willst Du wohl nicht - höchste Zeit, dass wir Dir aus der Patsche helfen.

Etwas in Zweifel ziehen, wäre zumindestens der Versuch eine Diskussion darüber zu entfachen - Zweifel haben ist schon ein Urteil. Das "zwar" plädiert für mildernde Umstände. Dem sei stattgegeben.

Wenn ich Assoziationsketten mache oder Cluster, suche ich mir ein Wort oder mehrere Worte aus - entweder, weil ich damit etwas anfangen kann, oder weil sie mir auffallen, daraus mache ich dann ein Gedicht (evtl. bestimme ich schon vorher, in welche Form ich es bringen will) - bisher kam immer etwas Interessantes dabei heraus.

hera dam
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"Komische Geschichten" versch. AutorInnen, Aufbau Verlag
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Elytis "Orientierungen", p. 122:
"Deute, strebe, begreife:
Auch von hinten besehen
Bin ich der gleiche"

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