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hohlZahn

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1

Monday, March 13th 2006, 3:49pm

der online-poet

der dachstubenpoet von jetzt
ist mit der ganzen welt vernetzt.
ein schelm, wer gutes dabei denkt:
denn sprachlich ist er arg beschränkt.

die neusten news schnell abgecheckt,
erbost in ein gedicht gesteckt.
dann schreibt er über liebe munter
und "lädt" sich heimlich einen runter.

und klempnert dann am metrum rum:
trochäus geht so: dummtidumm.
dann nochmal mit dem wischmob rein:
ein reim muss rein öh? - sauber sein.

und mit modernster technik wird
das älteste als "neu" gekürt
"was soll der ganze hokuspokus?"
fragt er sich nur - im offline-modus.
neulich dachte ich, mir wären beim kacken die augen geplatzt, dabei hat nur jemand versehentlich das licht ausgeschaltet.

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2

Monday, March 13th 2006, 4:57pm

RE: der online-poet

hallo lieber hohlZahn,
wie schön, von dir auch mal etwas humorvolles zu lesen.
Ich habe ja schon viele Werke von dir heimlich bewundert(echt suupi!) und muss sagen: grosses, grosses Kompliment ! Du wirst immer besser (weiter so)...toitoitoi...

bei den lustigen Sachen ist es ja immer schwer,
sie so zu schreiben, dass jemand lacht (und man wünscht sich dann ja
auch, das derjenige einen davon in Kenntnis setzt, gell ;) ).

also, ich muss sagen, das hast du toll gemacht - hab´s mir gleich ausgedruckt !

die Reime sind sauber, die Methapher treffen genau das, was
ich auch immer sagen will, und der Schreibstil ist sehr spritzig.

besonders gewieft finde ich ja auch deine versteckte Andeutung mit dem

´sich heimlich einen runterladen´


gerne gelesen

ganz liiiiiiiebe Grüsse

Kaleidoskop

(kommentiere doch von mir auch mal was, bitte. ich würde mich freuen)
Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einem nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

hohlZahn

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3

Monday, March 13th 2006, 5:14pm

RE: der online-poet

danke für deinen kommentar, ich find es schön, wenn ich merke dass es leute gibt, denen es genauso ergangen ist wie mir.

p.s. finde deine gedichte auch schön!
neulich dachte ich, mir wären beim kacken die augen geplatzt, dabei hat nur jemand versehentlich das licht ausgeschaltet.

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4

Monday, March 13th 2006, 5:25pm

RE: der online-poet

hallo lieber hohlZahn (ich bin´s nochmal)

find ich ja supi, dass man hier so schnell Antwort kriegt *megafreu*

mich inspiriert es auch immer, wenn ich gelobt werde.*knuddl*
(danke für dein Lob)

Leute, die alles immer schlecht machen und andere, die
weniger Selbstbewusstsein haben, runter ziehen, finde ich doof.

aber dich finde ich nett

nochmal gaaanz liebe grüsse aus dem Frankenland !

p.s.: am wichtigsten finde ich ja, dass das, was man fühlt gut rüberkommt, und das ist dir wirklich gut gelungen !!!!!

UOTE]

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Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einem nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

This post has been edited 3 times, last edit by "Kaleidoskop" (Mar 13th 2006, 6:10pm)


Jim Knopf

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5

Monday, March 13th 2006, 8:57pm

Na, ihr 2, raucht ihr schon die virtuelle Zigarette "danach" oder war das da oben erst euer Vorspiel :D
Schön jedenfalls, ein Gedicht und die sich in einigen Fäden daran anschließenden Belobigungsorgasmen einmal als Gesamtkunstwerk präsentiert zu bekommen. Wirklich großes Kino, toitoitoi !!
Nächtliche Vögel picken die ersten Sterne auf, die erglitzern wie meine Seele, wenn ich dich liebe. Pablo Neruda

hohlZahn

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6

Tuesday, March 14th 2006, 9:53am

macht es ihnen eigentlich spaß, so schamlos leute zu durchschauen, dr. roentgen? +- ?( y) ;)
neulich dachte ich, mir wären beim kacken die augen geplatzt, dabei hat nur jemand versehentlich das licht ausgeschaltet.

Die lässige Hand

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7

Tuesday, March 14th 2006, 11:18am

Bei aller Liebe,
Du triffst mit Deinem Gedicht einen wesentlichen Punkt, der mich auch in letzter Zeit etwas zum Nachdenken gebracht hat - der online- Modus.
Es ist alles schnell, quickie-mässig, bastel, bastel ...hier mal n Reim, da mal schnell ne spritzige Pointe, hier mal einen runtergeholt(Rhytmus meine ich) usw.
Eigentlich geht dadurch das, was einen Text ausmacht, seine Poesie, seine Reife etc. völlig flöten. Undauch der Text geht flöten, wird hintenrangestellt und verschwindet immer mehr in den Weiten des Internets biser sich wahrscheinlich irgendwann selber löscht.
Das ist ein echtes Problem. Wäre ich ein alter Mann, würde ich sagen, das ist dieSchnellebigkeit der Zeit. Aber das wäre dann doch zu allgemein.
Vielleicht gibt es doch Differenzen, Unterschiede, zwischen einer "gelebten" sprich aufrichtigen undwahren Poesie, und dem, was hier im Forum stattfindet.
Jeder spamt dazwischen, kokelt und fummelt an den Texten rum...
Das ist keine Kritik am Forum, sondern am Poesie-Verständnis.
Kurz gesagt: Echte Poesie und Internet(Maschine) schliessen sich gegenseitig aus. Meine These!

Jim Knopf

Intermediate

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8

Tuesday, March 14th 2006, 11:31am

Quoted

Original von hohlZahn
macht es ihnen eigentlich spaß, so schamlos leute zu durchschauen, dr. roentgen? +- ?( y) ;)


Um Gottes Willen nein, Kollege hohlZahn, mein Kommentar sollte nichts anderes sein als ein wortgewordener Verbeuger, ehrlich !
Nächtliche Vögel picken die ersten Sterne auf, die erglitzern wie meine Seele, wenn ich dich liebe. Pablo Neruda

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9

Tuesday, March 14th 2006, 3:20pm

Quoted

Original von Die lässige Hand
Du triffst mit Deinem Gedicht einen wesentlichen Punkt, der mich auch in letzter Zeit etwas zum Nachdenken gebracht hat - der online- Modus.


ja, lässige Hand,
mit deinem Kommentar hast du eine grosse Wahrheit ausgesprochen.
ich schliesse mich deinen Ausführung in voller Länge und tiefstem Sinne an...(besonders, was die Reife anbelangt)
Tipp für mißachtete Analphabeten: auch hinter einem nicht geschriebenen Satz lässt sich ein Punkt setzen.

hohlZahn

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10

Tuesday, March 14th 2006, 3:53pm

Quoted

Original von Die lässige Hand
Kurz gesagt: Echte Poesie und Internet(Maschine) schliessen sich gegenseitig aus. Meine These!


ich würde so weit nicht gehen. das problem ist eher der wettbewerbscharakter, dem das schreiben unterstellt wird, auch das schreiben-um-einer-direkten-reaktion-willen (was ja im prinzip völlig alyrisch ist). darum ging es mir, daher hab ich auch einen total-schlechten zwangsmetrisierten billigreim-text verfasst -- er soll das absurde dieses "wettbewerbsdenkens" aufzeigen (denn dass gedichte ein festes metrum & endreime besitzen müssen ist ein nicht totzukriegendes vorurteil =)).
wo ich dir zustimme ist allerdings, dass durch das VÖ eines gedichtes im internet im endeffekt nur ein weiteres stück information in den datenstrom gepfropft wird; das internet, als informationsmedium, basiert ja auf schnelligkeit, information, messages & kommunikation. da hat ein gedicht, welches in der regel ja nicht eine konkrete message hat, welches zeit zur rezeption erfordert, einen generell schweren stand.
neulich dachte ich, mir wären beim kacken die augen geplatzt, dabei hat nur jemand versehentlich das licht ausgeschaltet.

Die lässige Hand

Unregistered

11

Tuesday, March 14th 2006, 10:30pm

Was kann ich dem noch hinzufügen. Diese Diskussion befasst sich natürlich mit einem weiträumigen und weitgehend unerschlossenem Terrain. Dass die Zukunft nicht ohne Computer bzw. ohne eine globale Vernetzung stattfindet, kann wirklich nur ein Hinterwäldler oder Buschmann behaupten, obwohl zumindestens ein Fernseher zur Fussballweltmeisterschaft inzwischen wohl in jedem Tippi anzufinden ist. Es ist eine wenn auch ungeliebte Tatsache. Insofern ändert sich damit natürlich auch die Kommunikationsform Aus dem Goethe-Gedichtabend in vornehmer Zimmertemperatur genossen, wird wohl in Zukunft nichts werden, auch wenn es bestimmt den einen oder anderen furchtbar originellen Kulturkritiker gibt, der von einer Rückkehr zu den Wurzeln schwadroniert. Allein die Sprache in Filmen, die so zwanzig, dreissig Jahre alt sind, zeigt zum heutigen Umgangston, dass sich einiges ändert auf dem Gebiet.
Wahrscheinlich ist unsere Sprache immer noch viel zu zeitaufwendig und wir werden bald eine Ein-Tasten Tastatur haben. Unser Gehirn ist dann mit einem bestimmten Sensor verbunden, der der Taste vermittelt in welche Richtung unsere Botschaft gehen soll. Dass da nicht mehr gereimt geschweige denn brav ein Sonett zusammenklammbüsert wird, versteht sich von selbst.
Vielleicht senden wir dann elektrische Impulse direkt in die angeschlossenen Gehirne, ohne überhaupt noch einen Buchstaben zu gebrauchen. Das allerdings wird dem kritischen Verstand höchswahrscheinlich abträglich sein und wir rennen dann bald wie Junkies durch die Gegend, einen Elektro-Gedicht-Impuls nach dem anderen absorbierend. Ich schätze, da hat Dark-Skin gute Karten. Ohne ihr zu nahe treten zu wollen, bin ich doch der Überzeugung, dass ihre Impulse bei vielen Männern hier besondere Erregungen in der Hirnrinde verursachen. Ich hoffe, lagrimas, Du verstehst das nicht als Beleidigung und ich werde jetzt gedizzt. Die Vision ist brutal, aber wahr.

Das mit dem furchtbar originellen Kulturkritiker gibt´s übrigends auch in der Malerei. Da wird auch gehypt und von der Rückkehr zur gegenständlichen Malerei gefaselt und gehofft, dass die Dollars fallen. Aber konsequent gedacht, ist das totaler Unsinn. In den letzten Jahrzehnten hat sich durch die Technik ein solch gewaltiger Fortschritt in bezug auf das alltägliche Leben ereignet, dass es Quatsch wäre, so zu tun, als würden die Mechanismen des letzten Jahrhunderts noch funktionieren. Seit der Atombombe ticken die Uhren anders. Ich glaube, dass diese technische Revolution in ihrem Ausmass noch gar nicht begriffen wurde.
Alles existiert nebeneinander, dann kulminiert es und etwas Neues wird daraus entstehen.

This post has been edited 2 times, last edit by "Die lässige Hand" (Mar 14th 2006, 10:37pm)


Pseudonym

Lyrisches Licht

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12

Wednesday, March 15th 2006, 8:16am

Danke Hohlzahn für dieses Gedicht, das Gedicht und die Diskussion um das Selbe ist sehr interessant und (hoffentlich) lehrreich für mich.

Ich kann zu dem Thema beisteuern, dass der Computer an sich aber vor allem im "online Modus" für mich eine kreativitätsbremse ist. Wenn ich zb von einem Spaziergang heimkomme oder vom Fahrradfahren erlebe ich oft inspirierende Szenerien. Um diese fällt es mir leicht Zeilen zu dichten, die ich dann wenn ich heimkomme hastig in den Computer hacke. Wenn ich das Gedicht dann vortführen will geht es schon schlechter, weil ich einfach nicht mehr in der besinnlichen oder überweltigten Stimmung bin. Das Erleben selbst gibt mir die schönsten Metaphern um etwas zu beschreiben, die Erinnerung daran ist schon viel blasser. Dazu kommt, die dauernde erreichbarkeit über chat programme und die dauernde Abrufung irgendwelcher Neuigkeiten aus dem Netz die einen ablenken: keine Zeit für Muse.

Zum Glück habe ich jetzt ne weile kein Internet und muss immer ins Nachbarhaus um ins Netz zu gehen ;).

In diesem Sinne:
viele Grüße,
Tao.

Biggy

Schlafende Lärmerin

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13

Wednesday, March 15th 2006, 10:04am

Eurer Argumentation kann ich mich voll anschließen- und füge einen Aspekt hinzu.
Es gibt auch wunderbare Befruchtungen (*fg*) im Netz und Lerneffekte (bei mir auch technischer Natur), die für kreative Schaffensimpulse nützlich sind. Man lässt sich auf Menschen, Themen, Gattungen von Kunst ein, die man draußen ev. nicht treffen würde oder bei denen man aufgrund von Klischeevorstellungen keinen Zugang findet.

Alles ist eine Frage der Dosierung und Selbstbeherrschung. Wenn ich das real life zugunsten einer virtuellen Realität aufgebe und das beobachte ich zunehmend in meiner Umgebung, gehen Fähigkeiten verloren, die wichtig für den Erhalt von Gesundheit, Genuss-, Kommunikationsfähigkeit usw. sind.
Internetkommunikation kann, richtig dosiert, Kommunikation draußen unterstützen aber keine Erfahrungen von face to face. Einfachste Benimmregeln, erfolgreiche Gesprächsführung, Bewältigung von Niederlagen usw. aber vor allem Durchhaltevermögen in schwierigen Angelegenheiten, komplexen Aufgaben, die Beharrlichkeit und Qualitätsbewusstsein erfordern, werden mit Netzkommunikation nicht erlernt.
Insofern entfremdet sich der Dauer-I-net-Gast von seiner Arbeit, seinem Umfeld, seiner Muse- da muss ich Tao recht geben. Am PC zerplatzt eine zuvor erreichte Stimmung schnell.
Vielleicht geht es nicht allen so- aber man bekommt den Eindruck, dass Produkte durch das I-net schneller auf den Markt kommen, uns überschwemmen und ebenso flüchtig an der Seele des Menschen vorbeirauschen. (egal ob Bilder oder Texte) Zu viel davon konsumiert oder produziert scheinen sie an Wert zu verlieren.
Einerseits ist es gut, dass unsere kreative Arbeit technisch erleichtert wird, andererseits sehe ich zm Glück auch kleine irremiten, die zum Handwerk zurückkehren oder daran festhalten, Kaleis und Amreis, die noch mit der Hand zeichnen und sich Individuelles bewahren und Schreiber, die tief in ihrer persönlichen Erlebniswelt kramen und keine Plattheiten von sich geben.
Nenbei beobachte ich Jugendliche meiner Umgebung, die, je länger sie sich Computerspiele in das Gehirn einverleiben, je mehr Zeit sie nur noch damit verbringen, desto eingeschränkter bleiben- in ihrer eigenen Kreativität und Empathie den Mitmenschen gegenüber. Sie übertragen die Leidensfähigkeit ihrer PC-Spiel-Charaktere auf lebendige Menschen und scheitern am Selbstanspruch, der sich an künstlichen Vorbildern orientiert. (auch künstlerisch gesehen).
Insofern stimme ich hohlZahn voll und ganz zu- da es dazu führt:

sprachlich ist er arg beschränkt...

Und man bekommt den Eindruck, dass selbst das Herunterladen, von dem hohlZahn spricht, so unreflektiert erfolgt, dass fremdes Gedankenmaterial für eigenes ausgegeben und dabei nicht ein Funken vom Inhalt verstanden wird. Die Kunst besteht für eine Gruppe von Menschen nur noch darin, eine Suchmaschine betätigen zu können und damit vor den NICHT-PC-Besitzern zu protzen.

Zum Glück hat sich hohlZahn eben nicht nur offline dazu geäußert... *fg*
"was soll der ganze hokuspokus?"
fragt er sich nur - im offline-modus.

Ein nachdenklich stimmendes Gedicht.

LG
Biggy

P.s.: Vielleicht erlebt der vernetzte Mensch auch gerade den schmerzlichen Verlust seiner Einmaligkeit/ Individualität- weil es doch mehr Menschen, als vermutet, gibt, die ähnlich denken, schreiben, fühlen, künstlerisch tätig sind und der angesprochene Wettbewerb um Aufmerksamkeit und Zuneigung wird ihm bewusst. Er muss sich davon (von diesem Druck) genauso befreien wie im realen Leben.

This post has been edited 1 times, last edit by "Biggy" (Mar 15th 2006, 10:34am)


Gram

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14

Wednesday, March 15th 2006, 10:48am

Hmh, soll wohl heissen, dass es Leute gibt, die erst im Onlinemodus Gedichte schreiben. Das kann ich mir kaum vorstellen, denn inspirierend ist surfen ja nicht gerade. Gut, wenn man z.B. hier andere Gedichte liesst, kann das schon inspirieren, aber ich schreib mein Zeugs immernoch zu Hause mit Füller und Block. Dort ist gar kein PC ;(

@Tao: HIHI, mein Nachbar muss auch öfter mal herhalten!

Viele Grüsse!

Biggy

Schlafende Lärmerin

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15

Wednesday, March 15th 2006, 11:00am

Hehe, dann bist du einer, der es genau richtig macht, Grämchen!
Du besuchst deinen Nachbarn und leckst ihm die Füße, statt der virtuellen Lobaussender. Der ist in deiner Nähe, wenn du ihn brauchst (ähm, was gibst du ihm eigentlich dafür zurück- ne Runde Musik?)

Und, dich küsst die Muse noch, wie man sieht. ;)

LG
Biggy

Gram

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16

Wednesday, March 15th 2006, 11:17am

Naja, ich bin einer seiner treuesten Kunden. :D

Frag bloß nicht, was er macht! ;)

Meine Muse hat viele Gesichter, hässliche und schöne.

Grins

hohlZahn

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17

Wednesday, March 15th 2006, 12:19pm

Quoted

Original von Gram
Hmh, soll wohl heissen, dass es Leute gibt, die erst im Onlinemodus Gedichte schreiben. Das kann ich mir kaum vorstellen, denn inspirierend ist surfen ja nicht gerade. Gut, wenn man z.B. hier andere Gedichte liesst, kann das schon inspirieren, aber ich schreib mein Zeugs immernoch zu Hause mit Füller und Block. Dort ist gar kein PC ;(

@Tao: HIHI, mein Nachbar muss auch öfter mal herhalten!

Viele Grüsse!


nunja: ich hatte eine vage idee, die textbox geöffnet und innerhalb von 5min vorliegendes gedicht hingeklatscht, das gibts also durchaus :D

allerdings kann "surfen" schon sehr inspirierend sein; verlinkte wörter können interessante verweise sein, die zu anderen bedeutungen des jeweiligen wortes hinführen, was zumindest ich sehr spannend finde. auch auf wikipedia findet man (mittlerweile) sehr inspirierende erklärungen (die man in lexika natürlich ebenfalls findet), nicht wahr lagrimchen? :D

von einer allg. kritik betreffs internet & co. würde ich jedoch vorerst absehen. es ist m.e. verkürzt zu sagen, die schnelllebigkeit schlage sich im menschen nieder (übrigens ist genau diese verkürzung komplexer sachverhalte ein phänomen des internet-informationsaustausches =)).

das mit dem "lädt sich heimlich einen runter" bezieht sich natürlich auf die im intertnet verfügbare pornographie.. die ich als mann sehr begrüßenswert finde :D allerdings spannt sich hier m.e. genau das gefälle auf: man schreibt liebesgedichte im stil meinethalben goethes mit techniken von heute, verpackt schöne oder schöngedachte gedanken in versform um mit einem klick in eine cumshot-szene im anderen browserfenster zu wechseln.
in diesen beiden versen findet sich also relativ billig und eindeutig das gefälle zwischen selbstdarstellung aufgrund informationsenthalt (denn in dem liebesgedicht steht freilich nicht drin, was man gerade im anderen browserfenster sieht) und relativ unverfänglicher doppelmoral oder, harmloser, auseben des inneren schweinehundes.

nun ja. ich bin jedenfalls etwas überrascht dass das gedicht soviel inhaltliche resonanz bekommt, da es tatsächlich, ganz internetliteraturgemäß, einer knappen idee entsprang die in eine absichtlich billige form gesteckt wurde =)
neulich dachte ich, mir wären beim kacken die augen geplatzt, dabei hat nur jemand versehentlich das licht ausgeschaltet.

Gram

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18

Wednesday, March 15th 2006, 12:35pm

Hab auch schon ohne Computer Gedichte in 5 Minuten "hingeklatscht".
Nach dem ersten Absatz Deines letzen Posts dachte ich: Aha, da steckt doch keine Anti-haltung dahinter. Gegen Schluss war ich mir dann doch nicht mehr so sicher. ?(

:D lagrimchen, oh yeah, jetzt wirds immer besser!

hohlZahn

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19

Wednesday, March 15th 2006, 12:43pm

nun, was heißt anti-haltung.. in dem gedicht wird die anti-haltung ja auch gegen ende relativiert.

ich sehe das ganze erstmal rein phänomenal, ohne einteilung in gut oder schlecht. da stecken zuviele aspekte drin, als dass man als laie mal eben eine allgemeingültige meinung herunter"holen" kann =)
u.a das wird ja im gedicht karikiert: das schnelle formulieren einer meinung, was in unserer durch u.a. internetforen gestützten meinung-haben-kultur gang & gebe ist.. obwohl es nichtz umsonst das wort "meinungs-bildung" gibt. wie kam ich jetzt darauf? ich habe nicht die geringste ahnung y)
neulich dachte ich, mir wären beim kacken die augen geplatzt, dabei hat nur jemand versehentlich das licht ausgeschaltet.

Gram

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20

Wednesday, March 15th 2006, 12:49pm

Also könnte man sagen, es war eine spontane Zusammenfassung von Gedanken zum Thema "Alte Kunst & neue Medien" Deinerseits!?!?

Ist ziemlich gut geworden für 5 Minuten. Der Umsetzung merkt man deutlich eine gewisse Routine an. Gefällt mir!

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