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Stigma

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1

Friday, December 2nd 2005, 11:47am

An den Mond

An den Mond
gewidmet

Verzweifelt sehn' ich mich nach deinem Glanze.
In deines Nachtlichts Wärme möchte ich mich tauchen,
Dir silberzarte Küsse auf die Lippen hauchen.
Verführe meine Seele, dass sie tanze.

Geliebter, nächtens folg' ich deiner Bitte
Und streichel deine Seele fern von Angstgedanken.
So schenke mir dein Lächeln, breche meine Schranken,
Dass ich zu dir gelang in uns're Mitte.

Ach, Mondenschein, warum musst du mir stets entgleiten?
Dein Licht verrinnt in meinen kalten Händen.
So werde ich den Traum hier nun beenden
Und schnellen Schrittes deinen Silberglanz zerschreiten.



----------------------------------------------------
Mit dem Titel bin ich noch etwas unzufrieden, kommt mir so einfallslos vor. Habt ihr ne bessere Idee?
Ganz neu:
Geisterstunde


die besten "Ergüsse" erarbeitet man fast nie ...die überfluten einen einfach wie das Leben...es ist wie beim Sex ...wenn man nicht mal dran denkt, beamt es einen einfach weg.

DerWortspieler, 29-07-07

This post has been edited 2 times, last edit by "Stigma" (Dec 21st 2005, 10:20pm)


Gram

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2

Friday, December 2nd 2005, 12:10pm

RE: An den Mond

Hi,
dieses Gedicht finde ich wunderschön. Einzig das Wort zerschreiten habe ich noch nie gelesen oder gehört, was nicht heissen muss, dass es nicht existiert. Mein Vorschlag für den Titel wäre: Dein Licht.

xXxXxXxXxXx
xXxXxXxXxXxXx
xXxXxXxXxXxXx
xXxXxXxXxXx

Mit Genuss gelesen!

Knud Knudsen

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3

Friday, December 2nd 2005, 1:07pm

Hi Marilou,
das Gedicht gefällt mir sehr gut. Es beschreibt treffend die Mystik die vom Mond ausgeht. Wenn ich darf würde ich Dir vorschlagen metrisch noch etwas zu polieren. Hier z.B.S2/Z3 hier würde ich m"meine" streichen//S2/Z4 würde ich ergänzen in "das ich ganz gelang"
Na ist nur so eine Idee von mir. Danke gern gelesen.
Gruss
Knud
..von fernen Welten komme ich, in meinem kleinen Dichterschiff

Pseudonym

Lyrisches Licht

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4

Friday, December 2nd 2005, 1:26pm

@ Gram: zerschreiten habe ich auch noch nie gelesen aber ich war mir sofort sicher dass es bedeuted spazieren zu gehen, oder eben einfach zu laufen. Evtl wegzulaufen. Vor einem Problem und/oder um darüber nachzudenken.

weglaufen=zerschreiten, ein wunderbares erfundenes synonym für "weglaufen"

Meine Meinung.

Gedicht: Sehr schön.

Meine Meinung.

:) ciao

psychronicon

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5

Friday, December 2nd 2005, 5:47pm

Hallo Mondschein,

Ist es also endlich fertig...

Klingt, als wärst Du gefangen zwischen Erwartung und Zögern,
zwischen Hoffen und Resignation.
In Strophe 1 beschreibst Du den Wunsch nach Wärme,nach Nähe, dass
der Traumprinz Dich endlich erhört.
In den ersten beiden Versen von Strophe zwei hingegen schreibst Du,
daß Du eigentlich selber hättest den Schritt gehen können, aber aus
Angst (ich setz das mal mit Unsicherheit gleich) gezögert hast.
Was bleibt ist (vers 3 und 4) die Hoffnung, daß er es schafft
Dir Deine Unsicherheit zu nehmen
In Strophe dann die Resignation? Die Aufgaben des Traumes.
Du willst nicht länger von dem lyrischen Er gefangen sein,
und befreist Dich aktiv von dem Traum.
Tao hat wohl recht wenn er das zerschreiten, als Flucht bezeichnet,
denn das ist es wohl. Aber man könnte es auch als "abschütteln
von Gefühlen", als "zerstören" interpretieren.

Inhaltlich finde ich Dein Gedicht sehr stringent. Eine unerfüllte
Liebe, aber, wenn ich Dein "(Auf Fortführung hoffend)" richtig
interpretiere, ist die Hoffnung ja noch nicht aus der Welt..*schmunzel*

So nun noch zwei drei Kritikpunkte.
Also mir gefällt das Zerschreiten nicht. Schreiten ist immer eine langsame,
ich will mal sagen majestätische Bewegung. Das passt zu den schnellen Schritten
gar nicht. Daher erscheint mir die Wortkreation als nicht so gelungen.

Die Metrik wurde oben ja auch schon angesprochen. Ich finde keine inhaltlichen
Grund, warum Deine Metrik so unregelmäßig sein sollte. Wir beide wissen, dass Du
die besser hinbekommst, da würde ich nochmal feilen. ;)

Als Namensvorschlag würde ich "Mondphase" vorschlagen, in Anlehnung an Deinen
Fortsetzungswunsch.

Viel Spaß bei der Pyjama-Party,
Liebe Grüße
Dennis

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6

Friday, December 2nd 2005, 7:02pm

Liebe Sonja,

schön poetisch, klangvoll und einiger schöner Bilder gleitet dein Gedicht dahin. Aber mir ist das Werk ein wenig zu „glatt“. Ich habe bei deinem Gedicht das Gefühl, dass das Gedicht fast nur der Bilder wegen entstanden ist, oder zumindest der Inhalt den Bildern untergeordnet ist.

Strophe 1:
Vers 1:
Die Elision bei „sehn“ ist in Ordnung, aber in Komposition mit den folgenden „ich“ wird es wie ein Wort gesprochen, weswegen ich ins Stocken geriet.
Vers 2:
Toller archaischer Genitiv mit dem Wunsch nach dem lyr. Du. Wirkt aber für mich ein wenig konstruiert und steif und leider nicht sehr flüssig.
Vers 3:
„silberzarte“. Ein fantasiereicher Neologismus. Ich frage mich aber, wo der Sinn dieses Neologismus liegt? Warum ist der Kuss nicht zart, sondern silberzart? Wo liegt der Unterschied und was habe ich mir unter einem silberzarten Kuss vorzustellen? Ist mir viel zu abstrakt. Bei dir soll das „silber“ womöglich die Erhabenheit und Sanftheit des Kusses darstellen.
Vers 4:
Seele verführen ist vielleicht nicht besonders innovativ (besonders mit der Seele), aber gefällt mir ganz gut. Vielleicht hätte ich als Dichter für „verführe“ ein Wort gewählt, welches die emotionale Kraft der vorigen Verse unterstützt. „Verführen“ klingt für einen silberzarten Kuss recht harmlos. ;) Der Zusatz „dass sie tanze“ wirkt arg drangehängt. Das „tanze“ hat sicherlich eine inhaltliche Bedeutung, jedoch hast du nach „Verführe meine Seele“ schon einen Satz und ich habe das Gefühl, dass der Satz zuerst dastand und dann noch erweitert wurde. Die Satzstruktur klingt irgendwie unharmonisch.

Strophe 2:
Vers 1:
Gelungen. Flutscht, passt und bereitet die nächsten Verse wunderbar vor.
Vers 2:
Die Wiederholung der Seele stört ein wenig. Des Weiteren gefällt mir das Bild des „Fernstreichelns von Angstgedanken“ nicht. Das „fern“ wird hier sicherlich als Synonym für „weg“ verwendet, welches aber recht unpoetisch wäre. Das Entfernen der „Angst“ hätte ich mit einer Metapher ausgedrückt, die mir greifbarer ist. Fernstreicheln klingt für mich einfach blöd. Unschön finde ich auch den Pleonasmus bei Angstgedanken, der wahrscheinlich aus der Reimsuche motiviert ist. Du hättest „Angstgedanken“ auch ohne Gedanken schreiben können. Es ist klar, dass damit die Gedanken gemeint sind. Angst entsteht nur im Gehirn und spielt sich nur dort ab, also ist ein Hinweis auf die Gedanken eigentlich nicht nötig.
Vers 3:
Gefällt mir sehr. Schöne Folgerung aus dem Fernstreicheln. Es wird ein Prozess erkennbar und eine Motivation des lyrischen Ichs. Es will, dass das lyrische Du lacht. Dafür scheint es einiges tun zu wollen. Der gute Gedanke und liebevolle Gedanke des lyrischen Ichs passt.
Vers 4:
Unschöne und unpoetische Inversion. Das gelang müsste eigentlich an den Schluss, aber dann wäre der Reim zerstört. Die „Mitte“ stört mich hier als Wort ein wenig. Welche Mitte meinst du? Mitte kann so vieles sein. Die Mitte wird auch in den nächsten Versen nicht weiter ausgebaut. Du überlässt es dem Leser, die Mitte ohne inhaltlichen Hintergrund zu deuten.

Strophe 3:
Vers 1:
Der beste Vers im ganzen Gedicht. Wunderschöne Darstellung der Monotonie und regelmäßigen Wiederkehr des Entgleitens, das das lyrische anklagt. Es stellt die Beziehung in Frage und dadurch erhält das Gedicht aus der romantischen etwas verklärten Stimmung der ersten beiden Strophen eine neue Nuance.
Vers 2:
Das Verrinnen des Lichtes finde ich sehr gelungen. Eine kühne Metapher und für mich sehr innovativ und dabei ausdrucksstark. Licht sehe ich hier als Metapher für eine zweite Metapher. Das hast du clever angestellt. Ich würde in dem Licht das Wesen, die Gedanken des lyrischen Ichs sehen, das wiederum nun den Verlust des lyrischen Dus deutlich verbildlicht.
Das „kalt“ wirkt für mich dagegen recht kraftlos und der Situation nicht angemessen. Einen Verlust, der in den vorhergehenden Versen so gewaltig und metaphorisch angedeutet wird, dann einfach mit „kalten Händen“ zu umschreiben, finde ich hier nicht so gut.
Vers 3:
Müssen solche Füllwörter wie „hier“ und „nun“ denn sein? ;) Hier platzt mit einem Schlage die Stimmung des Gedichtes. Das detaillierte Bild, welches du in meinem Gehirn aufgebaut hast, zerstörst du mit dieser für mich so plakativen und allgemeinen Floskel, dass der Traum beendet ist. Das ist doch ärgerlich. Für mich wirkt dieser Vers etwas lieblos dahingeklatscht, ohne dass er irgendwie in seiner Reichweite beleuchtet wird. Habe ich schon erwähnt, dass mich das ungemein ärgert?
Vers 4:
Wieder gelungen. Das zerschreiten sehe ich als Synonym für zerstreuen oder auch entwirren. Auf jeden Fall wird der Silberglanz auseinander genommen, da das Präfixchen „zer-„ immer für etwas breit gezogenes, zerlaufenes steht.

Mir hat es Spaß gemacht, dein Werk mal ein wenig unter meine Lupe zu nehmen. Es ist immer wieder erstaunlich und anregend, ein Gedicht zu entfizzeln, da man dadurch selbst gezwungen wird, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. Nachdenken macht Spaß. ;) Ich danke für das Gedicht, denn es hat dazu angeregt.

Mit lieben Grüßen,

Hojaro

Stigma

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7

Friday, December 2nd 2005, 8:21pm

8o wow, soviel feedback auf einmal. ich bin überwältigt!
Ich werde mich euern Antworten chronologisch widmen.

@Gram: Vielen Dank! So wie du für mich das Metrikschema aufgezeichnet hast, so sieht es auch für mich aus - flüssig. Deswegen versteh ich nicht, was die anderen da für Probleme haben. Ich bitte um weiter Analysen des Metrums :D


@Knud

Quoted

Wenn ich darf würde ich Dir vorschlagen metrisch noch etwas zu polieren.

Wie gesagt, für mich liest es sich flüssig. Dein schema bitte ;)

@Tao: Schön, dass es dir gefällt. "Zerschreiten" sehe ich eher als 'zerstören' an, so habe ich es mir gedacht.

@Dennis:

Quoted

Inhaltlich finde ich Dein Gedicht sehr stringent. Eine unerfüllte
Liebe, aber, wenn ich Dein "(Auf Fortführung hoffend)" richtig
interpretiere, ist die Hoffnung ja noch nicht aus der Welt..*schmunzel*

Das lyr. Ich hofft... ;)

Quoted

Schreiten ist immer eine langsame,
ich will mal sagen majestätische Bewegung. Das passt zu den schnellen Schritten gar nicht.

Hmm, ja stimmt, du hast recht. Ich konnt mich nicht so recht entscheiden, ob dieser Vorgang nun rasch oder eher zögernd vollzogen wird. ?(

Quoted

Die Metrik wurde oben ja auch schon angesprochen. Ich finde keine inhaltlichen Grund, warum Deine Metrik so unregelmäßig sein sollte.
?( ?( ?(

@hojaro: hui, du hast dir ja richtig Mühe gegeben :)

Quoted

Wo liegt der Unterschied und was habe ich mir unter einem silberzarten Kuss vorzustellen?

Ja, wie du selbst gesagt hast: Sanftheit. Außerdem soll es noch mal die Verbindung zum Mond darstellen.

Quoted

Du hättest „Angstgedanken“ auch ohne Gedanken schreiben können. Es ist klar, dass damit die Gedanken gemeint sind. Angst entsteht nur im Gehirn und spielt sich nur dort ab, also ist ein Hinweis auf die Gedanken eigentlich nicht nötig.

Mir sind die Angstgedanken hier wichtig. Angst entsteht zwar im Gehirn, wird jedoch von außen angeregt (zB. Dunkelheit o.ä.). Aber sie kann ja genauso durch unangenehme Erinnerungen angeregt werden, was dann für außenstehende Personen nicht so leicht nachvollziehbar ist.

Quoted

Es wird ein Prozess erkennbar und eine Motivation des lyrischen Ichs. Es will, dass das lyrische Du lacht. Dafür scheint es einiges tun zu wollen.

Ich bin mir hier nicht sicher, ob du mich nicht richtig verstanden hast, oder ich dich. :D Dem lyr. Ich geht es darum, das lyr. Du lächeln zu sehen, nicht des Lächelns wegen, sondern als Bestätigung, als Zeichen dafür, dass das Du das Geschehen als angenehm und richtig an sieht.

Quoted

Die „Mitte“ stört mich hier als Wort ein wenig. Welche Mitte meinst du?

Das Gemeinsam-Sein ( ?( Das wort existiert nicht, sagt aber aus, was ich meine. Verstehst du mich? y) )

Quoted

Das „kalt“ wirkt für mich dagegen recht kraftlos und der Situation nicht angemessen.

Ich finde, dass "kalt" hier sehr gut passt. Die Wärme und Nähe zum Geliebten vergeht, dadurch wird es kalt. Die Kraftlosigkeit ist ja auch irgendwie vorhanden; Resignation, das lyr. Ich kann nicht verhindern, dass das Licht verrinnt.

Quoted

Müssen solche Füllwörter wie „hier“ und „nun“ denn sein?

Ja, sonst passt das Metrum nicht :P

Quoted

Das detaillierte Bild, welches du in meinem Gehirn aufgebaut hast, zerstörst du mit dieser für mich so plakativen und allgemeinen Floskel, dass der Traum beendet ist.

Wunderbar, so soll es sein. Der Traum von Liebe ist hinüber, somit darf auch das Bild davon zerstört sein.

Vielen Dank für die vielen Kommentare.
Liebe Grüße,
Sonja
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Geisterstunde


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DerWortspieler, 29-07-07

Fabian_P.

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8

Friday, December 2nd 2005, 8:38pm

finde das Gedicht sehr schön geschrieben!

Die Sprache gefällt mir, sie ist gefühlvoll und ausdrucksstark. "Zerschreiten" mag ich sehr gerne.

Die Metrik ist übrigens korrekt, so wie sie ist. Es sind sogar alles Jamben, also stets mit Auftakt am Strophenanfang.

Kritik: kann man sich selbst tauchen? "möcht' ich tauchen" fände ich besser.

schreibe lieber "brich sie, meine Schranken". Breche ist falsches Deutsch.

insgesamt wirklich ein sehr starkes Gedicht.

lg,Fabian

Stigma

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9

Friday, December 2nd 2005, 9:08pm

Quoted

Die Metrik ist übrigens korrekt, so wie sie ist.

Sag ich doch :D

Quoted

Kritik: kann man sich selbst tauchen?

Wenn man andere (unter-, ein-)tauchen kann, kann man sich selbst bestimmt auch tauchen :]

Quoted

schreibe lieber "brich sie, meine Schranken". Breche ist falsches Deutsch.

Wieso ist das falsches Deutsch???

Vielen Dank, Fabian, für's Lesen.

Liebe Grüße,
sonja
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Geisterstunde


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DerWortspieler, 29-07-07

Fabian_P.

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10

Friday, December 2nd 2005, 9:14pm

Quoted

Original von Marilou

Quoted

Die Metrik ist übrigens korrekt, so wie sie ist.

Sag ich doch :D


Ja, eben! *g*

Quoted

Original von Marilou

Quoted

Kritik: kann man sich selbst tauchen?

Wenn man andere (unter-, ein-)tauchen kann, kann man sich selbst bestimmt auch tauchen :]


wie stelle ich mir das vor? packt man sich da am Kopf und drückt sich selbst unter Wasser? man wäre bei der Formulierung aktiv und passiv zur gleichen Zeit. Geht eigentlich nicht.

Quoted

Original von Marilou

Quoted

schreibe lieber "brich sie, meine Schranken". Breche ist falsches Deutsch.

Wieso ist das falsches Deutsch???


weil der Imperativ "brich" ist, und nicht "breche"

lg,Fabian

Stigma

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11

Friday, December 2nd 2005, 9:24pm

Quoted

wie stelle ich mir das vor? packt man sich da am Kopf und drückt sich selbst unter Wasser? man wäre bei der Formulierung aktiv und passiv zur gleichen Zeit. Geht eigentlich nicht.

Interessante Vorstellung :D Aber man kann doch sich selbst bzw. seinen Körper eintauchen zB. ich tauche meinen Finger in die flüssige Schokolade *schleck*

Quoted

weil der Imperativ "brich" ist, und nicht "breche"

Na, meinetwegen. "breche" klingt aber höflicher, und nicht so befehlsmäßig :P Deswegen lass ich das so.

grüßli,
Sonja
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DerWortspieler, 29-07-07

Fabian_P.

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12

Friday, December 2nd 2005, 9:27pm

OK, ich gebe mich geschlagen!

lg,Fabian

Stigma

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13

Friday, December 2nd 2005, 9:31pm

y) Wunderbar, ich wusste, dass niemand mir zu widersprechen wagt.
Ganz neu:
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DerWortspieler, 29-07-07

konn0r

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14

Friday, December 2nd 2005, 10:06pm

Im Falle des Imperativs muss man das wohl oder übel doch tun. Du sagst ja auch nicht "Sehe da!" oder "Sterb nicht!" :)
Ansonsten schließe ich mich in der Kritik beinahe ohne die nötigen Vorbehalte Hojaro an.

Stigma

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15

Friday, December 2nd 2005, 10:11pm

Mir gehts ja auch viel mehr um das 'e' am ende. Ist es nicht möglich "sage mir" zu schreiben oder muss es unbedingt "sag" heißen?? ?(
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DerWortspieler, 29-07-07

Fabian_P.

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16

Friday, December 2nd 2005, 10:23pm

das ist ja dasselbe Wort, es wird nur etwas weggelassen. Für die MEtrik ist das ein legitimes Mittel. "Brich" und "Breche" sind zwei verschiedene Worte bzw. eine Version ist eben falsch.

Man darf auch nicht sagen, "helfe mir bitte", sondern "hilf mir".
So stehts eben in den Regeln.

Letztendlich kannst du es ja unter "künstlerischer Freiheit" abheften. Das geht immer! ;)

Stigma

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17

Friday, December 2nd 2005, 10:32pm

Okay, du hast mich überzeugt. Aber wenn man in Deutschland "Majonäse" schreiben darf, dann darf ich auch "breche" schreiben :D Das erlaub ich mir jetzt und ansonsten ist es ein Neologismus.
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Knud Knudsen

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18

Friday, December 2nd 2005, 10:35pm

:DIch breche, ist das nicht etwas krankhaftes? :P
..von fernen Welten komme ich, in meinem kleinen Dichterschiff

Fabian_P.

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19

Friday, December 2nd 2005, 10:47pm

Klar, du darfst sowieso alles schreiben, was du möchtest.
Wie käme ich dazu, es dir zu verbieten? *g*

Aber den Neogolismus dürftest du dir nicht gut schreiben, befürchte ich, denn die Verwechslung des Imperativs mit der ersten Verbform (ich breche) ist bestimmt so alt wie die Sprache selbst. :P :P :P

lg,Fabian

Stigma

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20

Friday, December 2nd 2005, 10:51pm

Schade, schade, dann muss ich mir was anderes überlegen, um berühmt zu werden.
Ich werde in die Politik gehen, mich um die Bildung kümmern und im Zuge einer Grammatikreform "breche!" als Imperativ einführen y)
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DerWortspieler, 29-07-07

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